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Katamaran vor einer felsigen Küste im türkisblauen Meer

Segeln im Urlaub lernen: 5 ideale Reiseziele für Anfänger

Segeln lernen wird oft mit grenzenloser Freiheit verbunden, das offene Meer als Versprechen unendlicher Möglichkeiten. Doch diese Freiheit setzt ein gewisses Maß an Wissen und Erfahrung voraus, und man lernt das Segeln vor allem dort, wo die Bedingungen es zulassen: Ob Ihr erster Törn gelingt, hängt nicht von der Zahl der absolvierten Kursstunden ab, sondern von dem Ort, an dem Sie an Bord gehen. Der Wind, der Abstand zwischen zwei Schutzhäfen, die Gezeiten und die Zahl der verfügbaren Häfen bestimmen, was Sie lernen und wie entspannt Sie es lernen. Ein gut gewähltes Revier verzeiht Anfängerfehler. Ein schlecht gewähltes bestraft sie.

Hier sind die fünf Reviere, die die besten Bedingungen für einen ersten Charter bieten, jeweils mit ihren Windverhältnissen, einer realistischen Route für eine Woche, den erforderlichen Dokumenten, denn die verschiedenen Bootsführerscheine werden nicht in jedem Land gleich anerkannt, und der Einschränkung, die Sie vor der Buchung kennen sollten. Danach folgen die Reviere, die Sie besser für später aufheben.

Was ein gutes Revier zum Segelnlernen ausmacht

Mäßiger und vorhersehbarer Wind

Der ideale Wind zum Lernen liegt zwischen 8 und 15 Knoten: stark genug, damit das Boot Fahrt macht und sich jede Trimmänderung bemerkbar macht, aber nicht so kräftig, dass der kleinste Fehler teuer wird. Noch wichtiger als seine Stärke ist seine Beständigkeit. Thermische Winde, die am späten Vormittag einsetzen und bei Sonnenuntergang wieder abflauen, lassen sich am leichtesten beherrschen, weil sie Tag für Tag zuverlässig wiederkehren. Mit der Zeit wissen Sie genau, wann Sie ablegen und wann Sie angekommen sein sollten.

Kurze Etappen unter 20 Seemeilen

Eine Etappe von 15 Seemeilen entspricht meist drei bis vier Stunden auf dem Wasser. Das reicht, um einen Kurs zu halten, Trimmeinstellungen auszuprobieren, eine saubere Wende zu fahren und die Ankunftszeit dabei entspannt im Blick zu behalten. Ab 25 oder 30 Seemeilen wird der Tag zur reinen Überführung: Man kommt voran, ohne etwas zu lernen, und erreicht den heikelsten Moment des Tages, das Hafenmanöver, bereits müde.

Traditionelles Segelboot auf ruhiger See unter blauem Himmel.
Entspanntes Segeln (Quelle: Shutterstock)

Ankerplätze und Marinas auf Schritt und Tritt

Ein Revier mit vielen Schutzmöglichkeiten bietet etwas Unersetzliches: das Recht, es sich anders zu überlegen. Der Wind frischt auf, ein Crewmitglied fühlt sich nicht wohl, ein Gewitter zieht auf? Dann weicht man einfach in die nächste Bucht aus. Diese ständige Möglichkeit, ohne Folgen umzuplanen, unterscheidet ein Lernrevier von einem Abenteuerrevier.

Weder Gezeiten noch Strömung

Im Mittelmeer und in der Karibik gibt es praktisch keine Gezeiten. Konkret bedeutet das: Sie ankern, wo Sie möchten, ohne prüfen zu müssen, ob Sie in sechs Stunden noch genug Wasser unter dem Kiel haben, Sie laufen in den Hafen ein, wann es Ihnen passt, und müssen keinen Stromversatz in Ihren Kurs einrechnen. In Gezeitenrevieren setzt jede dieser Entscheidungen eine vorherige Berechnung voraus. Nichts Unüberwindbares, aber eine zusätzliche Fähigkeit, die Sie sich genau in dem Moment aneignen müssten, in dem Sie ohnehin schon viel Neues verarbeiten.

Eine gut erreichbare Basis und schnelle Unterstützung

Zwei logistische Details wiegen schwer: die Anreisedauer bis zum Boot und die Entfernung zur Basis im Fall eines technischen Problems. In einem Revier, in dem der Basisleiter innerhalb eines halben Tages einen Techniker schicken kann, ändert sich der Charakter einer Panne grundlegend: Sie bleibt ein kleines Ärgernis, statt den ganzen Urlaub zu ruinieren.

Die 5 idealen Reviere für Einsteiger

Britische Jungferninseln: Segeln auf Sicht, ohne Führerschein

Collage von Segelbooten und Katamaranen zwischen tropischen Stränden, türkisfarbenen Lagunen und grünen Inseln der Karibik.
Segeln im Herzen der Britischen Jungferninseln (Quelle: Adobestock) 

Warum es einfach ist. Ein Segelboot-Charter auf den Britischen Jungferninseln ist ideal, denn der Archipel liegt hufeisenförmig um ein geschütztes Binnengewässer, den Sir Francis Drake Channel. Von jeder Insel aus sieht man die anderen: Man steuert das Ziel an, das man mit bloßem Auge erkennt, und verliert das Land nie aus dem Blick. Die Passatwinde wehen bemerkenswert beständig aus Ost bis Nordost, und fast alle Ankerplätze sind mit Muringbojen (fest verankerten Festmacherbojen) ausgestattet, sodass man das Ankern nicht schon am ersten Tag beherrschen muss.

Wind und Wetter. Hier herrscht der Passat: ein gleichmäßiger Ostwind mit 15 bis 20 Knoten in der Hauptsaison von Dezember bis April, im Mai und Juni etwas schwächer. Er schläft nie wirklich ein, was die kurze, steile Welle in den Passagen zwischen den Inseln erklärt. Im Schutz einer Küste ist das Wasser dagegen glatt.

Was Sie hier wirklich lernen. Die Beständigkeit des Passats bietet Einsteigern einen seltenen Luxus: die Zeit, die Wirkung jeder Trimmänderung zu spüren und einen Am-Wind-Kurs zu halten, ohne dass der Wind ständig dreht. Und da fast alle Liegeplätze an Bojen liegen, wird das Aufnehmen der Muring mit dem Bootshaken schnell zur Routine.

Vorherrschende WindePassat aus Ost / Nordost, 15 bis 20 Knoten
Durchschnittliche Etappe8 bis 12 Seemeilen
Erforderlicher FührerscheinKein offizieller Befähigungsnachweis, eine angegebene Segelerfahrung genügt
Beste ReisezeitDezember bis Juni
Das sollten Sie wissenDer Langstreckenflug und die Hurrikansaison von Juni bis November

Türkei, Bucht von Göcek: das beste Verhältnis von Lernerfolg und Preis

Ein Golf wie geschaffen für den Einstieg. Göcek ist ein geschlossener Golf, gegliedert in rund zehn tief eingeschnittene Buchten, die von Pinienwäldern gesäumt sind. Der Meltemi, der im Sommer über die Ägäis fegt, kommt hier durch das Relief stark abgeschwächt an: Übrig bleibt am Nachmittag eine gut beherrschbare Brise. Man kann eine ganze Woche im Golf verbringen, ohne jemals mehr als 8 Seemeilen am Stück zu segeln, und findet nach jeder Seemeile eine geschützte Bucht in Lee.

Luftaufnahme der Bucht von Göcek in der Türkei mit kleinen Inseln, türkisfarbenem Wasser und mehreren ankernden Segelbooten.
Die Bucht von Göcek in der Türkei, zwischen Buchten mit türkisfarbenem Wasser, grünen Inseln und besonders schönen Ankerplätzen für einen Segeltörn.

Wind und Wetter. Thermische Brise mit 10 bis 15 Knoten, die gegen Mittag einsetzt und am Abend abflaut. Die Vormittage sind oft sehr ruhig und ideal, um Manöver unter Motor zu üben.

Was Sie hier wirklich lernen. Das Anlegen mit dem Heck zum Steg und einer Landleine, die Königsdisziplin im östlichen Mittelmeer, in Buchten, in denen die Stegrestaurants Ihnen beim Festmachen helfen. Und das Leben vor Anker, denn das ist hier der Normalfall.

Vorherrschende WindeThermischer Wind aus West, nachmittags 10 bis 15 Knoten
Durchschnittliche Etappe5 bis 10 Seemeilen
Erforderlicher FührerscheinEin anerkannter Skipper-Befähigungsnachweis, wobei das ICC überall als Referenz akzeptiert wird
Beste ReisezeitMai, Juni, September und Oktober
Das sollten Sie wissenJuli und August: große Hitze und überfüllte Buchten

Griechenland, Ionisches Meer (Lefkas): das Lernrevier schlechthin

Warum es einfach ist. Nicht umsonst zieht ein Segelboot-Charter im Ionischen Meer so viele Erstskipper an: Es ist das meistbesegelte Lernrevier Europas. Die Inseln reihen sich in einem halb geschlossenen Gewässer aneinander, die Distanzen sind lächerlich kurz, und der Maistro folgt einem nahezu unveränderlichen Ablauf: morgens spiegelglatte See, ab 13 Uhr eine Brise von 10 bis 15 Knoten, bei Sonnenuntergang völlige Flaute. Mit anderen Worten: Sie wählen Ihr Zeitfenster. Heikle Manöver erledigen Sie am Vormittag, gesegelt wird am Nachmittag.

Wind und Wetter. Der thermische Maistro aus Nordwest bringt am Nachmittag 10 bis 15 Knoten, im Juli und August etwas mehr, ohne jemals die Werte der Kykladen zu erreichen. Die Welle bleibt kurz und flach.

Ankernde Segelboote in einer Bucht mit blauem Wasser, umgeben von felsigen Hügeln und weißen Häusern.
Ankernde Segelboote in einer von Hügeln umgebenen Mittelmeerbucht.

Was Sie hier wirklich lernen. Den Rhythmus eines Törns: am Vorabend den Wetterbericht lesen, die Abfahrtszeit festlegen, den nächsten Hafen wählen. Außerdem finden Sie hier die meisten Flottillen und begleiteten Törns, falls Ihnen der Gedanke, allein loszusegeln, noch Respekt einflößt.

Vorherrschende WindeMaistro aus Nordwest, nachmittags 10 bis 15 Knoten
Durchschnittliche Etappe8 bis 15 Seemeilen
Erforderlicher FührerscheinEin Skipper-Befähigungsnachweis sowie ein zweites Crewmitglied, das als Co-Skipper angemeldet ist
Beste ReisezeitMai bis Oktober, am besten Juni und September
Das sollten Sie wissenDie bewegliche Brücke am Kanal von Lefkada und ihre Öffnungszeiten

Frankreich, Côte d'Azur: das Mittelmeer ganz ohne Flug

Fotocollage von Segelbooten an der Côte d'Azur
Buchten an der Côte d'Azur (Quelle: Shutterstock)

Warum es einfach ist. Die Côte d'Azur ist das einzige Revier dieser Auswahl, das Sie ohne Flug erreichen: Mit dem Auto oder der Bahn liegen die Charterbasen aus dem deutschsprachigen Raum in Tagesreichweite. Wer mit dem eigenen Wagen anreist, kann Ölzeug, Proviant und persönliche Ausrüstung ohne Gepäcklimit mitnehmen, ein echter Vorteil für den ersten Törn. Dazu kommen eine Küste mit zahlreichen Häfen und markanten Landmarken, sehr kurze Etappen zwischen Hyères und Saint-Tropez und im Sommer eine sanfte thermische Brise.

Typische Route über 7 Tage. Die Basen für einen Bootscharter an der französischen Mittelmeerküste sind zahlreich: Start in Hyères, in Les Marines de Cogolin oder in Mandelieu. Porquerolles, Port-Cros, der Golf von Saint-Tropez, die Bucht von Cavalaire und, für Geübtere, die Buchten des Esterel-Massivs sowie das Kap Camarat. Selten mehr als 15 Seemeilen pro Tag.

Wind und Wetter. Im Juli und August weht nachmittags eine thermische Brise aus Südost mit 8 bis 12 Knoten. Zu beachten bleibt der Mistral, der sich vor allem westlich von Toulon mit 25 bis 35 Knoten über mehrere Tage festsetzen kann: Man muss ihn frühzeitig im Wetterbericht erkennen und bereit sein, im Hafen zu bleiben.

Was Sie hier wirklich lernen. Präzise Küstennavigation mit Peilungen an Landmarken, regem Verkehr und engen Hafeneinfahrten. Eine anspruchsvolle, aber berechenbare Schule, die sich ideal für alle eignet, die ihren ersten Törn mit einer entspannten Anreise per Auto oder Bahn verbinden möchten.

Vorherrschende WindeThermische Brise mit 8 bis 12 Knoten, Mistral möglich
Durchschnittliche Etappe10 bis 15 Seemeilen
Erforderlicher FührerscheinKein Führerschein für Segelboote, aber eine vom Vercharterer geprüfte Erfahrung
Beste ReisezeitJuni und September
Das sollten Sie wissenDie Liegeplätze und Hafengebühren im Juli und August

Kroatien, Mitteldalmatien: das dichteste Marina-Netz Europas

Warum es einfach ist. Zwischen Trogir, Split und Šibenik segeln Sie durch einen Archipel aus mehreren hundert Inseln, die wie eine Perlenkette parallel zur Küste liegen. Das Ergebnis: geschützte Kanäle, meist glattes Wasser und vor allem eine Marina oder ein Fischerhafen, der von jedem Punkt des Reviers aus in weniger als zwei Stunden erreichbar ist. Kein anderes Revier bietet ein vergleichbares Sicherheitsnetz.

Collage von Segelbooten und Katamaranen in Buchten mit türkisfarbenem Wasser in Kroatien.
Segeln zwischen wilden Buchten und türkisfarbenem Wasser an der kroatischen Küste.

Wind und Wetter. Thermischer Maestral aus Nordwest mit 10 bis 15 Knoten am Nachmittag, von Juni bis September. Der Jugo aus Südost bringt Regen und höhere See, kündigt sich aber stets rechtzeitig an. Die heftige, kalte Bora bleibt vor allem ein Winterphänomen.

Die Fähigkeit, die Sie mit nach Hause nehmen. Das Hafenmanöver, ganz einfach, weil Sie jeden Tag eines fahren und die kroatischen Marinas mit Muringleinen und Marineros ausgestattet sind, die Sie einweisen. Nach einer Woche ist die Scheu vor dem Anlegen verflogen.

Vorherrschende WindeMaestral aus Nordwest, nachmittags 10 bis 15 Knoten
Durchschnittliche Etappe12 bis 20 Seemeilen
Erforderlicher FührerscheinEin Skipper-Befähigungsnachweis und ein Funkbetriebszeugnis (SRC), die beide kontrolliert werden
Beste ReisezeitMai, Juni und September
Das sollten Sie wissenDie Einreiseformalitäten und die Kurtaxe, die zu Beginn des Törns zu erledigen sind

Reviere, die Einsteiger besser meiden

Der Meltemi: die Kykladen

Santorin, Mykonos und Paros sind wunderschön und gehören dennoch zu den ungeeignetsten Orten Europas, um Segeln zu lernen. Von Juni bis September setzt sich ein Nordwind namens Meltemi für drei bis fünf Tage am Stück mit 25 bis 40 Knoten fest, also mit der zwei- bis dreifachen Windstärke, bei der sich ein Einsteiger wohlfühlt. Nachts lässt er nicht nach. Da die Buchten offen sind, läuft Schwell hinein und das Boot rollt vor Anker, an Schlaf ist dann kaum zu denken. Hinzu kommen Überfahrten von mehr als 25 Seemeilen zwischen den Inseln, also fünf bis sechs Stunden ohne Ausweichmöglichkeit, sowie schnelle Fähren, die ständige Aufmerksamkeit am Horizont verlangen. Ein Törn für später, wenn Ihnen das Reffen bei grober See keine Probleme mehr bereitet.

Drohnenaufnahme einer Luxus-Segelyacht in der traumhaften Bucht von Ornos auf Mykonos, Kykladen, Griechenland
Segelboot in den Kykladen

Gezeiten und Strömungen: Bretagne, Golf von Morbihan, Ärmelkanal

Es sind hervorragende Schulen und wohl die besten in Europa, um schnell Fortschritte zu machen. Doch das Lernen führt hier zwingend über einen Ausbilder: Tidenkoeffizienten, Wasserstände, Kenterzeiten, Strömungen von bis zu 4 Knoten in den Durchfahrten, Nebel. Allein und ohne Erfahrung ist der Spielraum für Fehler zu gering. Wenn Sie das Revier reizt, buchen Sie lieber einen Ausbildungstörn als einen Charter.

Exponierte Überfahrten: Westkorsika und die Straße von Bonifacio

Die Westküste Korsikas ist grandios, für einen ersten Törn aber wenig einladend: lange Abschnitte ohne Schutz zwischen Calvi und Ajaccio, tiefe, nach Westen offene Golfe und ein Mistral, der kräftig herunterweht. Die Straße von Bonifacio bringt zusätzlich einen ständigen Düseneffekt und zahlreiche Felsen mit sich. Segeln auf Korsika ist eher ein Projekt für den zweiten oder dritten Törn als für den ersten. Eine Ausnahme: der Charter mit Skipper. Jemand, der das Revier kennt, entscheidet über Wetterfenster und Route, und Sie lernen, indem Sie ihm zuschauen und anschließend unter seiner Aufsicht selbst manövrieren. Dafür ist Korsika sogar einer der besten Orte, denn hier erleben Sie echten Wind und echtes Segeln.

Verkehr und schwierige Häfen: Golf von Neapel, Amalfiküste

Extrem dichter Berufs- und Freizeitverkehr, winzige und im Sommer überfüllte Häfen, reglementierte Ankerplätze, Manöver unter den Augen der gesamten Marina. Dazu eine Hafenorganisation, bei der Sie Ihren Liegeplatz per UKW-Funk anfragen müssen. Ein herrlicher Törn, aber nicht für das erste Kommando an Bord.

Riffe und Navigation auf Sicht: Rotes Meer, Bahamas

In diesen Revieren reicht die Seekarte nicht aus: Man muss die Farbe des Wassers lesen können, denn Korallenköpfe reichen teilweise bis weniger als einen Meter unter die Oberfläche und sind nicht alle kartiert. Das erfordert ein Crewmitglied am Bug, die Sonne im Rücken und reduzierte Fahrt, um einem im letzten Moment entdeckten Hindernis noch ausweichen zu können. Andernfalls droht eine Grundberührung mit Schäden an Kiel oder Ruder, die nie von der Kaution gedeckt sind.

Segelboot auf den Bahamas vor blauem Hintergrund
Segelboote auf den Bahamas (Quelle: Shutterstock)

Diese Reviere werden Ihre Ziele für die zweite Saison

Keines dieser Reviere gehört von der Liste gestrichen, im Gegenteil: Es sind die schönsten, und sie sind hervorragende Ziele für später. Eine erste Woche im Ionischen Meer oder in Göcek, eine zweite in Norddalmatien oder an der Ostküste Korsikas, eine dritte in den Kykladen oder in der Bretagne: Nach drei Törns haben Sie ein solides Fundament aufgebaut, und jeder davon war ein Vergnügen statt einer Bewährungsprobe.

Wenn Sie sich noch nicht bereit fühlen, allein loszusegeln

Zwischen Segelkurs und Bareboat-Charter gibt es eine Zwischenlösung, die genau für diesen Moment gedacht ist: die Flottille. Sechs bis zwölf Boote segeln gemeinsam eine festgelegte Route, angeführt von einem Leadboot mit einem professionellen Skipper an Bord. Jeden Morgen gibt es ein Briefing zu Wetter und Tagesroute. Sie steuern Ihr eigenes Boot, fahren Ihre eigenen Manöver und treffen Ihre eigenen Entscheidungen, sind aber nie allein: Im Zweifel genügt ein Funkspruch, und am Steg nimmt jemand Ihre Leine an.

Ihre Grenzen liegen in ihrem Prinzip selbst: Rhythmus und Route sind vorgegeben, die Termine stehen fest, und das Leben in der Gruppe gehört zur Reise dazu. Für das erste Mal ist sie dennoch der beruhigendste Einstieg, und viele Flottillen starten genau in den oben beschriebenen Revieren, im Ionischen Meer und in Dalmatien.

Die Wahl des Reviers lässt sich auf wenige Punkte herunterbrechen: die Türkei, wenn das Budget entscheidet, das Ionische Meer für ein erstes Mal ganz ohne Erfahrung, die Côte d'Azur, wenn Sie ohne Flug anreisen und die Anreise flexibel gestalten möchten, die Jungferninseln, wenn Sie Fernweh haben und beständigen Passatwind suchen. In allen vier Fällen gilt: Legen Sie Ihre Woche in den Juni oder September und planen Sie einen Tag weniger ein, als Sie sich zutrauen.

Quellen

  • Gespräche mit den Charterberatern von Filovent über die Ausgangsbasen, die von den Vercharterern verlangte Erfahrung und die Rückmeldungen von Einsteigern.
  • Nautische Handbücher und Revierführer von Imray: Greek Waters Pilot und Turkish Waters & Cyprus Pilot (Rod Heikell), Adriatic Pilot (Trevor und Dinah Thompson), Cruising Guide to the Virgin Islands (Nancy und Simon Scott).
  • Seehandbücher und Seekarten des SHOM für das französische Mittelmeer, Korsika sowie die Küsten des Ärmelkanals und des Atlantiks.
  • Wetterberichte und Windstatistiken der nationalen Wetterdienste: Météo-France, griechischer Wetterdienst (EMY), kroatischer Wetterdienst (DHMZ), türkischer Wetterdienst (MGM).

Dylan
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