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Frankreich (Mittelmeer) - unsere ratschläge für ihre bootsreise



   Von Anaïs BEDE 

Redaktionsleiterin des Online-Magazins Filovent. „Ich reise leidenschaftlich gern und bin definitiv auf dem Wasser zu Hause, Urlaub reimt sich bei mir immer auf Bootsfahrt!“

 

28. September 2021

 

Lesezeit: 6 Minuten

 

 

Kurz gefasst

 

Unbedingt sehenswert: die Calanques oder die Hyères-Inseln, je nach Navigationsbedingungen

Was Sie erwartet: glasklar lichtdurchflutetes Wasser, herrlich duftende Pinienwälder und Zikaden: Willkommen an Frankreichs Mittelmeerküste!

Wo ankern? Ankerplätze am Cap Taillat im Südwesten von Ramatuelle und der Calanque d'En Vau

 

 

Segelreviere an der französischen Mittelmeerküste
Segelreviere an der französischen Mittelmeerküste (anklickbare Karte)

 

Übersicht

 

  1. Praktische Informationen für Ihre Südfrankreich Yachtcharter
  2. Was Frankreichs Mittelmeerküste so besonders macht
  3. Revierinformationen
  4. Die besten Ankerplätze an Frankreichs Mittelmeerküste
  5. Routenplaner für Ihre Yachtcharter
  6. Wetter und Windverhältnisse

 

 

 

 

„Wenn ich an meinen letzten Südfrankreichtörn denke, dann kommt mir dieser besondere Moment vor der Halbinsel Giens in den Sinn. Auf der Rückfahrt nach Toulon kamen wir mit 9 Knoten voran. Es war einfach nur ein tolles Erlebnis, wie wir da übers Wasser rauschten, fast schwerelos gleitend, mit Geschwindigkeit und ganz leicht zugleich, ein wahrer Segelmoment.“ erzählt mir Eric und fährt im gleichen Atemzug fort: „Vor der Halbinsel Giens liegt Porquerolles: Die Bucht ist wunderschön, das Wetter herrlich und die Insel voller duftend blühender Macchie – Eukalyptus, Thymian, Myrte, ... Porquerolles ist ein echtes Juwel, ein kleines Wunder, hier in Südfrankreich!“ Alle Filovent-Kunden klingen genauso begeistert, wenn sie mir von ihrem Segeltörn im französischen Mittelmeer erzählen. Die Navigation in dieser Ecke Frankreichs bedarf unter normalen Bedingungen keinen besonderen Erklärungen und wird deshalb von Bootsliebhabern sehr geschätzt, vor allem in der Sommersaison. Und man muss es sich einfach eingestehen – neben angenehmem Klima und außergewöhnlicher Artenvielfalt besticht das Mittelmeerbecken Frankreichs mit traumhafter Küstenformation, allerfeinster Gastronomie und unverwechselbarem französischen Flair, dem berühmten „Savoir-Vivre“, denn das Mekka der Reichen und Schönen hat hier auch kleine Wunder zu bieten, die Kultur und Natur verbinden. Ein großartiges Charterrevier, um eine Yacht zu mieten!

 

Eric und seine Crew auf einer Bavaria 38
Eric und seine Crew auf einer Bavaria 38 (Foto von Eric Philippon)

 

 

1. Praktische Informationen für Ihre Frankreich Yachtcharter

 

 

Die verschiedenen Startbasen

 

Um im Mittelmeerraum zu segeln, können Sie von verschiedenen Ausgangshäfen aus starten: Marseille, Bandol, Port Pin Rolland, Toulon, Hyères, Bormes-les-Mimosas, Saint-Tropez, Saint-Raphaël und Golfe-Juan.

Wenn Sie Ihre Basen nach bestimmten Kriterien wählen möchten, können Sie sich hier inspirieren lassen:

-Charterpreis: Bandol, Port Pin Roland und Bormes-les-Mimosas

-Bahnhofs-/Flughafenanbindung der Ausgangsbasis

  • Bahnhofsanbindung: Marseille, Toulon, Saint-Raphaël und Golfe-Juan (Bahnhof von Cannes);
  • Flughafenanbindung: Marseille (Marignane), Toulon, Hyères und Golfe-Juan (Flughafen von Cannes).

-Routenplanung ab Startbasis

  • Für eine Fahrt durch die Calanques, chartern Sie Ihr Boot am besten von Marseille oder Bandol aus;
  • Für einen Segeltörn zu den Hyères-Inseln, starten Sie ideal von Toulon, Port Pin Rolland, Hyères oder Bormes-les-Mimosas aus;
  • Wenn Sie in der Corniche d'Or segeln möchten, sollten Sie Saint-Raphaël oder den Golfe-Juan als Ausgangspunkt wählen;
  • Für eine Routenplanung, die verschiedene Reviere der Mittelmeerküste umfasst, entscheiden Sie sich für einen Törn ab Bandol, Port Pin Rolland oder Toulon, um entweder zu den Calanques im Westen oder den Hyères-Inseln im Osten zu segeln. Wählen Sie Saint-Tropez, wenn Sie sowohl die Hyères-Inseln als auch die Corniche d'Or entdecken möchten.

 

Welche Befähigungsnachweise sind notwendig?

 

Für die Navigation im französischen Mittelmeer ist kein Führerschein erforderlich. Wenn Sie jedoch Ihr Segelboot selbst skippern wollen, ist ein nautischer Lebenslauf Pflicht. Dieses Dokument bescheinigt Ihre Segelpraxis und entscheidet, ob Sie die Verantwortung Ihres Bootes als Skipper übernehmen können oder nicht.

 

Preisübersicht nach Saison und Bootstyp

 

An der Küstenlinie Südfrankreichs erwartet Sie eine große Auswahl an Einrumpfsegelbooten und Katamaranen zum Chartern. In folgender Tabelle haben wir die Durchschnittspreise für eine Yachtcharter an Frankreichs Mittelmeerküste aufgeführt. Die Preise variieren dabei je nach Saison, Verfügbarkeit, Modell, Baujahr, Länge...

 

Bootstyp Hochsaison
Juli und August
Zwischensaison
Mai, Juni und September
Nebensaison
April und Oktober
Segelyacht (2 Kabinen) 2 200 € 1 800 € 1 500 €
Segelyacht (3 Kabinen) 2 700 € 2 100 € 1 800 €
Segelyacht (4 Kabinen) 3 200 € 2 700 € 2 200 €
Katamaran (30 bis 40 Fuß) 3 500 € 4 500 € 3 500 €
Katamaran (40 bis 50 Fuß) 6 000 € 5 000 € 3 800 €

 

Unsere wichtigsten Partner vor Ort

 

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit zahlreichen Charterunternehmen im französischen Mittelmeerraum. Zu unseren wichtigsten Charterpartnern zählen:

  • Seaways Yachting bietet von Toulon, Saint-Raphaël und Golfe-Juan aus mehr als dreißig Charterboote an, darunter Segelyachten (Bavaria, Dufour, Oceanis) und Katamarane (Excess, Lagoon, Leopard);
  • Set Sail - Amiral Nautic bietet ab Toulon, Hyères, Marseille und Port Pin Rolland etwa 15 Boote an, darunter Segelyachten (Bavaria, Oceanis, Sun Odyssey) und Motorkatamarane (Highland, Lagoon);
  • Locasail ist seit über 45 Jahren in Bandol vertreten. Dieser Vercharterer bietet fast 20 Segelyachten zum Mieten an, vor allem Sun Odysseys, aber auch Motorboote (Tempest und Cap Camarat);
  • Dream Yacht Charter wurde im Jahr 2000 auf den Seychellen gegründet und bietet von rund 60 Destinationen aus über 1 000 Boote und Yachten zum Chartern an. Von Toulon oder Marseille aus bietet dieser Vercharterer Katamarane (Lagoon, Bali) und Einrumpf-Segelyachten (Dufour, Sun Odyssey).

 

2. Warum Frankreichs Mittelmeerküste?

 

Der Mittelmeerraum ist eine Destination, die eigentlich kaum Wünsche offen lässt. Frankreichs Südküste begeistert dabei auf ganz eigene Art und Weise, denn neben angenehmen Temperaturen, äußerst klarem Wasser und reicher Artenvielfalt, hat dieses wunderschöne Segelrevier auch einzigartige Küstenlandschaften, eine faszinierende Geschichte und vorzügliche Küche zu bieten. Leben wie Gott in Frankreich, das ist Natur und Kultur, das ist Entspannung und Entdeckung, Sonnenbaden und Sinneserwachen.

Marseille mit ihrem Vieux Port und der Basilika Notre Dame de la Garde, Cassis mit dem typischen, von bunten Häusern gesäumten Hafen, Nizza und die berühmte Promenade des Anglais, Cannes und Saint-Tropez mit ihrem unverwechselbarem französischen Flair sind nur einige der Städte auf einer Route, die sich fast täglich Ihren individuellen Vorlieben anpassen kann.

 

3. Revierinformationen

 

Die Calanques

 

Wer die großen Namen der Côte d'Azur, der „azurblauen Küste“, hinter sich lässt, erlebt zwischen Marseille und Cassis ein stilles Wunder: das Massif des Calanques. Diese besondere geologische Formation erstreckt sich in Form eines Tals über 20 Kilometer. Fjordartige Buchten und schroff ins glasklare Meer stürzende Kalksteinklippen, seltene Pflanzen und Delfine sind hier zu Hause. Besonders die üppige Vegetation und grandiose Unterwasserwelt, aber auch die ausgezeichneten Kletterspots ziehen Segler in ihren Bann und lassen sie nicht mehr los. Eigentlich möchte man nie wieder weg! Um diese außergewöhnliche Biodiversität zu schützen, sind die Calanques seit 2012 zum jüngsten Nationalpark der Calanque erklärt worden.

 

Calanque d'En Vau
Blick auf die Calanque d'En Vau (Foto: Adobe Stock)

 

Lassen Sie sich von den Highlights der Calanques in den Bann ziehen:

  • Calanque de Sugiton mit ihrer „Blauen Grotte“, idealer Spot für Schnorchler;
  • Calanque d'En Vau mit ihren hohen, atemberaubenden Kalksteinfelsen, die wild und schroff ins türkisblaue Meer stürzen, und ihrem schönen Kieselstrand;
  • Calanque de Sormiou mit ihrer perfekten Farbpalette zwischen Azurblau, Weiß und Grün, die das Meer, die Felsen und die Macchie bis in die Ewigkeit vereint.

 

Calanques de Sormiou
Blick auf die Calanques de Sormiou (Foto: Adobe Stock)

 

Achtung, seit 2021 regeln die Premarer Erlasse das Ankern und die Navigation in den Calanques. Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte hier.

 

Îles du Frioul – die Frioul-Inseln

 

„Die Navigation inmitten der Frioul-Inseln ist wirklich klasse. Die Felsen bieten interessante Windwechsel, so macht Segeln Spaß! Außerdem kann man rund um die Inseln und das Château d'If herumfahren und von hier aus ganz Marseille überblicken“ erzählt mir Michel. Der Archipel der Îles du Frioul besteht aus den zwei größeren, durch einen Damm verbundenen Inseln Pomègues und Ratonneau, sowie dem Eiland Tiboulen und der östlich gelegenen Île d‘If (If-Insel). Die Inselgruppe bietet tatsächlich einen schönen Kontrast zum quirligen Hafen Marseilles, eine Art martimes Naherholungsgebiet der französischen Metropole, wie man am Kommen und Gehen der Yachten und kleineren Freizeitbooten in den Feierabendstunden erkennen kann. Ein Traum von einer Bucht und schöner Abstecher, nur einen Katzensprung von Marseille entfernt, wirklich lohnenswert! Auf der Insel Pomègues, der wildesten und authentischsten des Archipels, warten zahlreiche Calanques (Calanque des Cambrettes, Calanque du Cap Frioul, Calanque de Crine, Calanque de l'Huile) mit wunderschönen Tauchspots auf Sie. Das If-Inselchen, genauer gesagt das Château d'If, lässt so manche Reisende in ihre Kindheitslektüre eintauchen, ist es doch der Schauplatz einiger Passagen von Alexandre Dumas' Roman „Der Graf von Monte Christo“ . Seit 1926 ist das Schloss Monument Historique und gehört zu Frankreichs Kulturerbe wie der Eiffelturm.

 

 Die Frioul-Inseln von Marseille aus gesehen
Blick auf die Frioul-Inseln von Marseille aus, mit dem Chateau d'If im Vordergrund (Foto: Adobe Stock)

 

Îles d'Hyères – die Inseln von Hyères

 

Die Îles d'Hyères, auch bekannt als „Îles d'or“, „Goldene Inseln“ auf Deutsch, sind ein Archipel aus vier Inseln: Porquerolles, Port-Cros, Île du Levant und Île Bagaud.

Ein Abstecher nach Port-Cros ist hier ein Muss, eine kleine Oase, weit ab vom Trubel der Küste. Die Insel ist schon seit 1963 erklärter Nationalpark und ruft bei allen Reisenden, mit denen ich gesprochen habe, nur Bewunderung hervor: „ein kleines Paradies“, „ein Wunder der Natur“ oder auch „Juwel des Südens“. Eric ist besonders berührt: „Dieser Zwischenstopp hat mich wieder mit dem, von menschlichen Eingriffen und der Fischerei oft geschädigten Mittelmeer versöhnt. Wirklich eine einzigartige Inselwelt, die man erst richtig zu schätzen weiß, wenn man sie vom Deck aus betrachtet.“

Genießen Sie die unberührte Natur vor Ort, denn hier geht man zu Fuß, ein anderes Transportmittel gibt es nicht. Stattdessen zahlreiche Wanderwege, die Sie durch dichte Wälder bis zu idyllisch abgeschiedenen Stränden der Insel führen. In der Tat ist nur der Bereich um den Hafen herum erschlossen, dieser aber hat es in sich! Ein Tor zu einem Stückchen Südseeinsel mit Palmen und tropischen Pflanzen, ein Paradies auf Erden halt. Jacques Sornay, Gründer der SEMAPHORE360 Yachtcharter, weiß dies zu schätzen und schwärmt von den „sensationellen Spaziergängen auf immer neuen Pfaden inmitten einer außergewöhnlichen und geschützten Natur“.

Der Unterwasserparcours von La Palud, im Süden der Insel, wurde speziell geschaffen, um die breite Öffentlichkeit für den Reichtum des mediterranen Meeresbodens zu sensibilisieren. Das Konzept ist einfach: Sie schwimmen von Boje zu Boje, ausgerüstet nur mit Maske oder Schnorchel, und entdecken nach und nach die reiche Unterwasserwelt anhand erklärenden Unterwasserschilder. Flavien empfiehlt, an den Südstrand im Westen der Insel zu fahren: „Nach einer kleinen Wanderung dorthin, kann man herrlich am Strand picknicken und schnorcheln. Der Meeresboden an diesem Strand ist tatsächlich wie ein natürliches Aquarium! “ Türkisfarbenes Wasser, feiner Sand, ein Südseeplatz zum Bleiben schön, denn Port-Cros gehört nicht zu Unrecht zu den schönsten Inseln und besten Tauchspots an der Côte d'Azur.

 

 Port-Cros
Blick auf Port-Cros (Foto: Adobe Stock)

 

Weiter geht es zu der größten Insel des Hyères-Archipels: Porquerolles, westlich von Port-Cros. Diese Insel gehört zu den Favoriten vieler Segler, wie Philippe mir erzählt: „Vor der Halbinsel Giens liegt Porquerolles: Die Bucht ist wunderschön, das Wetter herrlich und die Insel voller duftend blühender Macchie – Eukalyptus, Thymian, Lavendel und Myrte, ... Porquerolles ist ein echtes Juwel, ein kleines Wunder, hier in Südfrankreich!“ Ob Sie die Insel mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Boot erkunden, Porquerolles hat viele Gesichter: An der Südküste stürzen schroffe Klippen in die offene See, an der Nordküste hingegen erwarten Sie seichte Buchten mit feinen Sandstränden und türkisblauem Wasser und das Herz der Insel ist von sanft ansteigenden Pininhainen und herrlich duftender Macchie geprägt.

 Porquerolles
Blick auf Porquerolles (Foto: Adobe Stock)

Nach Porquerolles zu fahren, ohne an einem der zahlreichen Strände Halt zu machen, ist fast schon verboten! Für Stéphane, Filovent-Kunde, „fühlt man sich hier manchmal wirklich wie auf den Malediven!“ Jeder Strand hat seinen ganz eigenen Charme:

  • Der Strand Notre Dame, im Nordosten der Insel, ist von einem, in der Sommersaison wunderbar duftendem Eukalyptuswald gesäumt. Ein schöner, naturbelassener Strand, weit ab von der Beachpartyszene.
  • Der Strand von Langoustier und der schwarze Strand von Langoustier, im Nordwesten der Insel, sind einander zugewandt. Sie liegen in der gleichnamigen Bucht Du Langoustier. Das Wasser ist hier glasklar und voller Fische, von denen Cécile immer noch schwärmt: „Wir konnten hier tatsächlich inmitten der Fische schwimmen, es gab viele, was mich überraschte, da wir ziemlich nah am Strand waren, die Farben waren herrlich!“ Vom Langoustier Strand aus haben Sie einen schönen Ausblick auf die Halbinsel Giens;
  • Der Plage d'Argent, der „Silberstrand“ im Nordosten der Insel, ist mit seinem feinen, ins Graue tendierende Sand eher atypisch für die Region. Laut Jacques Sornay gibt es tatsächlich nichts „Vergleichbares in der Region Provence Alpes Côte d'Azur.“ Für Cécile sind „seine Farben, seine Ruhe, seine zum Meer hin offene und gleichzeitig liebliche Seite einfach nur paradiesisch!“
Der Silberstrand in Porquerolles
Blick auf den wunderschönen Plage d'Argent (Foto von Cécile Doutriaux)

Von Filovent-Kunden für Sie getestet: Gut essen und den Blick aufs Meer genießen kann man im „Mas du Langoustier“ und anschließend mit einem Eis vom „Glacier Porquerollais“ den Abend ausklingen lassen.

 

Weiter geht es zum Embiez-Archipel und dem Fort de Brégançon, südlich von Bormes-les-Mimosas. Als offizieller Urlaubsort der französischen Staatspräsidenten empfehlen wir Ihnen, die Plätze im Voraus im Tourismusbüro von Bormes-les-Mimosas zu reservieren.

 

L'archipel des Embiez – der Embiez-Archipel

 

Der Archipel des Embiez besteht aus fünf Inseln: Île des Embiez, Île du Grand Rouveau, Île du Petit Rouveau, Île Grand Gaou und Île Petit Gaou.

Sollten Sie sich noch unsicher sein, welche dieser fünf Inseln Sie besuchen möchten, dann können wir Ihnen die Île des Embiez empfehlen. Seit 1958 im Besitz von Paul Ricard, französischer Unternehmer und Erfinder des Pastis, lässt es sich auf diesem Eiland vor allem herrlich entspannen: „Wir haben die Zeit hier wirklich genossen. Sonnenbaden, ins erfrischende Nass springen und Boule spielen, einfach nur tadellos! Außerdem kann man die Insel auf einem wirklich schönen, speziell angelegten Rundwanderweg erkunden. Und auf dem Boot haben wir dann eine Goldbrasse, die wir als Filet im Restaurant Sàrti gekauft hatten, zubereitet und es uns köstlich schmecken lassen!“ schwärmt Flavien von seinem Zwischenstopp auf Paul Ricards Insel. Die Insel Les Embiez ist typisch mediterran, mit Pinienwäldern, wilden Buchten, grünen Tälern, Weinbergen, alten Salinen… ein Naturparadies, das bis heute erhalten ist. Und um den natürlichen Reichtum der Insel zu bewahren, aber auch um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, eröffnete Paul Ricard 1966 das Ozeanographische Institut, ein Meeresforschungszentrum mit Museum, Aquarium und Forschungslaboren, das Sie im Norden der Insel besichtigen können.

Einige Strände sind hier wirklich einen Besuch wert! Der Strand von La Croisette, im Westen der Insel, liegt malerisch zwischen zwei Klippen. Er ist daher nur mit dem Boot erreichbar und ein wahrer Segen für Segler, die diesen noch ziemlich unerschlossenen Strand genießen können. Auf dem Plage des Allemands, also zu Deutsch der „Strand der Deutschen“, direkt über dem Strand von La Croisette, wechseln sich Felsen mit Sandstrand ab und bilden eine Reihe malerischer, kleiner Strandperlen. Von diesem Strand aus können Sie in der Ferne den Leuchtturm der Insel du Grand Rouveau sehen, einziges Bauwerk dieser unbewohnten Insel, wahres Kleinod und Naturschutzgebiet dieses Reviers.

 

Ankern in Les Embiez
Ankern mit Sonnenuntergang vor dem Embiez-Archipel (Foto: Stéphane Fievet)

 

Der Lérins-Archipel

 

Vor der Küste von Cannes und weit entfernt vom Trubel der Croisette bietet der Lérins-Archipel einen Zwischenstopp voller Gelassenheit, ein charmanter Rückzugsort inmitten idyllischer Natur. Dieser Archipel besteht aus den zwei Inseln Saint-Honorat und Sainte-Marguerite.

Das Insel-Paradies Sainte-Marguerite, die größte der beiden Inseln, kann auf eine reiche Vergangenheit zurückblicken. Im Norden der Insel sollte das Fort Royal ursprünglich zwar nur als königliche Festung den Zugang zu Cannes schützen, wurde dann aber unter Ludwig XIV zum Staatsgefängnis. Das seit 1927 unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde auch nach der Revolution mehrfach als Gefängnis genutzt und soll den mysteriösen Mann mit der eisernen Maske beherbergt haben, dessen Identität bis heute ungeklärt ist. Im Süden der Insel hingegen bietet das neue Unterwassermuseum ein einzigartiges Natur-Erlebnis. Das Konzept ist einfach: Schnorchler und Taucher können hier die 6 Unterwasserstatuen des Künstlers Jason de Caires Taylor erkunden. Es ist das erste Museum des weltberühmten, britischen Bildhauer im Mittelmeer, denn auf dem Meeresgrund von Cancún, den Bahamas oder Oslo zum Beispiel stellt er seine Werke schon seit einiger Zeit aus. Als Künstler engagiert sich Taylor für die Erhaltung der Artenvielfalt der Unterwasserwelt und seine Statuen sollen im Laufe der Zeit auf poetische Weise mit dem Ökosystem, in dem er sie niedergelassen hat, mitwachsen und sogar verschmelzen. Es handelt sich hier um Gipsabdrücke von den Gesichtern der Einheimischen, die halb Gesicht, halb Maske an die Geschichte der Insel und den Mann mit der eisernen Maske erinnern sollen.

Die Abtei Notre-Dame de Lérins auf der südlich von Sainte-Marguerite gelegenen Insel Saint-Honorat, ist eine der ersten christlichen Stätten Frankreichs, deren Mönchsgemeinschaft im Jahre 510 vom Heiligen Honoratus gegründet wurde et der Insel ihren Namen gab. Seit 1869 empfangen Sie in der Abtei Zisterziensermönche, die nach Saint-Benoïts Credo „ora et labora“ leben – „bete une arbeite“. Wie die Insel Sainte-Marguerite, ist Saint-Honorat eine wahre Natur-Oase. Auf den Pfaden und Wegen entlang der Küsten dieser beiden Inseln spazieren Sie umgeben von Akanthus, Aleppo-Kiefer, Eukalyptus, Schirmpinie, Stein- und Grüneiche, die hier arg vom Wind gebeutelt dem Meer ihre Stirn bieten.

 

Abtei von Lérins auf der Insel Saint-Honorat
Blick auf die Abtei von Lérins auf der Insel Saint-Honorat (Foto: Adobe Stock)

 

4. Die besten Ankerplätze an Frankreichs Mittelmeerküste

 

„Ein Boot, das ankert, segelt“ vertraut mir Eric an und führt fort: „Jeder Ankerplatz ist einzigartig, man wählt ihn sorgfältig aus, je nach Windverhältnissen, Wetter, Posidonia, Meeresboden, ob er aus Felsen oder Sand besteht. Aus diesem Grund ist es mir unmöglich, euch meinen Lieblingsankerplatz zu nennen, denn im Mittelmeer sind sie alle einzigartig und wunderschön.“ Und auch wenn es tatsächlich schwierig ist, eine Wahl zu treffen, möchten wir Ihnen dennoch im Folgenden einen kleinen Einblick über die schönsten Ankerplätze der Südküste Frankreichs im Mittelmeer verschaffen.

 

Ankern zwischen den Iles de Lérins

 

Dieser Ankerplatz hat bei den Seglern, die ich befragt habe, durchgehend schöne Erinnerungen hinterlassen. Um nur einige zu zitieren: „Dieser Ankerplatz ist wirklich sehr schön, gut geschützt und das Wasser fast schon tropisch. Mit den Kumpels haben wir am Abend den Sonnenuntergang bewundert und dazu das frisch gekaufte Fleisch auf der Plancha zubereitet. Das war definitiv einer der schönsten Momente unseres Segeltörns“ schwärmt Flavien, aber auch Philippe: „Einfach der perfekte Ankerplatz: super, gut geschützter Badestopp mit toller Natur und historischer Abtei-Kulisse.“

 

Ankern am Cap Taillat, in der Bucht von Ramatuelle

 

Zwischen Cap Lardier und Cap Camarat ist die Doppelbucht Cap Taillat unbestritten eine der schönsten Buchten Südfrankreichs: gut geschützt vor dem Starkwind Mistral und inmitten einer großartigen Natur wartet hier glasklares, kobalt- bis türkisblaues Wasser und wild anmutende Naturstrände mit feinem Sand auf Sie. Die Besonderheit dieser Bucht ist, dass sie nur per Boot oder Wanderung über die schmale Landzunge erreichbar und trotz ihrer Schönheit meist nicht überbelegt ist. Cap Taillat gehört daher zu Recht zu den schönsten Ankerplätzen im Var.

 

Cap Taillat
Blick auf Cap Taillat (Foto: Adobe Stock)

 

Ankern am Strand La Douane, auf der Halbinsel Taillat

 

Obwohl dieser Ankerplatz während der Hochsaison ziemlich begehrt ist, ist er dennoch einen Besuch wert! Dieser Strand bietet einen schönen Blick auf das schon erwähnte Cap Taillat, das Wunder der Halbinsel von Saint-Tropez. Jacques Sornay mag „seine naturbelassene, wilde Seite und die weißen Sandstrände, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Korsikas Südens haben!“.

 

Ankern im Hafen von Cassis

 

Der Hafen von Cassis betört mit provenzalischem Charme. Vom Bootsdeck aus haben Sie einen wunderschönen Blick auf die bunten Häuser entlang des Hafens und im Hintergrund auf die über die Stadt thronende Burg aus dem 8. Jahrhundert. Cassis gilt als die Perle der Côte Bleue und verführt alle ihre Besucher. Wie sagte der provenzalische Schrifsteller Frédérique Mistral? „Wer Paris gesehen hat, nicht aber Cassis, hat nichts gesehen.“

 

Hafen von Cassis
Hafen von Cassis (Foto: Adobe Stock)

 

Ankern im Hafen von Lavandou

 

Zwischen Cap Bénat und Cap Nègre gelegen, schützt dieser Ankerplatz gut vor Mistral und Ostwind. Die Marina besteht aus zwei Häfen: dem alten und dem modernen, Ende des 20. Jahrhunderts gebauten Hafen. Der historische Hafen ist voller Leben und lädt mit seinen zahlreichen Geschäften, Bars, Restaurants und natürlich, wie könnte es anders sein, seinen Boule-Spielern, zum Verweilen ein!

 

5. Routenplaner für Ihre Yachtcharter

 

Wenn Sie nur ein paar Tage Zeit haben, empfehlen wir Ihnen, die Inseln in der Nähe Ihrer Ausgangsbasis anzusteuern, d. h. entweder die Calanques, die Hyères-Inseln oder das Lérins-Archipel.

Bei einem einwöchigen Segeltörn können Sie entspannt längere Schläge einplanen. Wir haben uns dazu zwei schöne Routen ausgedacht:

Route 1: Inseln von Hyères, Embiez-Archipel und Bucht von Saint-Tropez – 138 Seemeilen

  • Tag 1: Ausgangsbasis (Toulon - Hyères - Port Pin Rolland) → Porquerolles und Ankern an der Pointe de l'Alycastre im Nordosten (18 Seemeilen von Toulon und Port Pin Rolland - 6 Seemeilen von Hyères)
  • Tag 2: Pointe de l'Alycastre → Bucht von Ramatuelle und Ankerplatz am Strand von Pampelonne (30 Seemeilen)
  • Tag 3: Strand von Pampelonne → Ankern am Strand von L'Estagnol, nordwestlich von Cap Bénat (25 Seemeilen)
  • Tag 4 : Strand von L'Estagnol → Port-Cros (10 Seemeilen)
  • Tag 5: Port-Cros → Île des Embiez (40 Seemeilen)
  • Tag 6 : Ile des Embiez → Ausgangsbasis (15 Seemeilen von Toulon und Port Pin Rolland - 25 Seemeilen von Hyères)

 

Einrumpf-Segelyacht auf einer Fahrt durch das Mittelmeer bei Sonnenuntergang
Einrumpf-Segelyacht auf einer Fahrt durch das Mittelmeer bei Sonnenuntergang (Foto von Eric Philippon)

 

Route 2 – Calanques – 82 Seemeilen

  • Tag 1: Ausgangsbasis (Toulon - Hyères - Port Pin Rolland) → Île des Embiez (15 Seemeilen von Toulon und Port Pin Rolland - 25 Seemeilen von Hyères)
  • Tag 2 : Ile des Embiez → Calanque de Port D'Alon (7 Seemeilen)
  • Tag 3: Calanque de Port D'Alon → Ile Verte unterhalb von La Ciotat (6 Seemeilen)
  • Tag 4 : Ile Verte → Riou Archipel (13 Seemeilen)
  • Tag 5 : Riou-Archipel → Calanque d'En Vau und dann Cassis (6 Seemeilen)
  • Tag 6: Cassis → Ausgangsbasis (35 Seemeilen von Toulon und Port Pin Rolland - 40 Seemeilen von Hyères)

 

6. Wetter und Windverhältnisse

 

Was das Wetter betrifft, so sind die Temperaturen das ganze Jahr über recht mild, können im Sommer aber stattliche Höhen erreichen.

Im französischen Mittelmeer können Sie auf zwei Arten von Winden treffen. Vorherrschender Wind ist eine thermische Brise, die durch den Temperaturunterschied zwischen Meer und Land bei heißem Wetter entsteht. Im Allgemeinen frischt dieser Wind am frühen Nachmittag auf und flaut am späten Abend ab, eignet sich also ideal zum Segeln. Der zweite Wind ist der berühmt-berüchtigte Mistral. Er kann das Segeln sportlich machen, da er in Böen von bis zu 100 km/h kommt. Die im Osten gelegenen Gebiete der Côte d'Azur sind dabei eher geschützt, der Westen jedoch ist dem starken Mistral gänzlich ausgeliefert. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Route vorausschauend zu planen und Ihren Törn an die Windverhältnisse anzupassen.

 

Danksagung

Ich möchte Stéphane Fievet, Flavien Bernard, Cécile Doutriaux, Philippe Beguerie und Eric Philippon für ihre Berichte und Fotos danken, die diesen Artikel so schön illustrieren. Ein großes Dankeschön geht auch an Jacques Sornay, Gründer des Charterunternehmens SEMAPHORE360, für seine Zeit und seine Ratschläge.

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