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Yachtcharter Athen

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Athen- TIPPS & INFOS FÜR IHRE REISE



   Von Maelle Macri

Verantwortliche für die Kabinencharter bei Filovent, aber vor allem Bretonin mit einer Leidenschaft für den Ozean und für Boote!

 

18. August 2021

 

Lesezeit: 7 Minuten

 

 

Kurz gefasst

 

Unbedingt sehenswert: der Hafen von Hydra, das Kloster Chozoviotissa auf Amorgos und der Miaouli Platz in Ermoupoli

Gut essen: in der „Oasis“ auf Poros, einer tollen griechischen Taverne, spezialisiert auf Meeresfrüchte und Fisch, in der „Ostria“ und „Xeri Elia Douskos“ auf Hydra

Entdecken: die Bucht Paraskevi von Spetses, Naoussa auf der Insel Paros

 

 

Übersicht

 

  1. Praktische Informationen für Ihre Yachtcharter ab Athen
  2. Athen entdecken und erleben
  3. Revierinformationen für Griechenland
  4. Routenplaner für Ihre Yachtcharter
  5. Wetter und Windverhältnisse

 

Natürlich fasziniert Athen mit antiken Schätzen, zieht aber Segelcrews auch mit der landschaftlichen Schönheit ihrer Inselwelten in den Bann. „Wir haben auf Spetses in einer kleinen Bucht mit Taverne am Strand geankert, das war postkartenreif“, vertraut mir Benjamin an. Für Ihre Yachtcharter ab Athen empfehlen wir die Ausgangsbasis Marina Alimos in Kalamaki, perfekt ausgestattet und ideal für einen Törn zu den Inseln des Saronischen Golfs, aber auch um in Richtung Kykladen aufzubrechen.

 

Jean-Pascal am Steuer einer mit Filovent gecharterten Bavaria Cruiser 56Daniel auf seiner mit Filovent gecharterten Lagoon 42

Jean-Pascal am Steuer seiner Bavaria Cruiser 56 und Daniel auf seiner Lagoon 42, beide mit Filovent gechartert (Foto von Jean-Pascal und Daniel)

 

 

1. Praktische Informationen für Ihre Yachtcharter ab Athen

 

 

Welche Bootstypen werden in Athen zur Yachtcharter angeboten?

 

Gemessen an seinem Festland hat Griechenland mit 13 676 Kilometern Küste eine sagenhafte Inselwelt. Als tragende Säule der griechischen Wirtschaft ist der Tourismus definitiv in der Yachtcharterbranche aktiv und Athen sein Zentrum. Fahrtenyachten machen dabei den Großteil der angebotenen Boote aus, darunter zahlreiche Segelyachtmodelle wie Beneteau, Bavaria, Lagoon, Jeanneau und Dufour.

 

Preisübersicht nach Saison und Bootstyp

 

In folgender Tabelle haben wir die Durchschnittspreise für eine Yachtcharter ab Athen aufgeführt. Die Preise variieren dabei je nach Saison, Verfügbarkeit, Modell, Baujahr, Länge.

 

Bootstyp Hochsaison
Juli und August
Zwischensaison
Mai, Juni und September
Nebensaison
April und Oktober
Segelyacht (2 Kabinen) 2 600 € 1 700 € 1 500 €
Segelyacht (3 Kabinen) 2 900 € 2 400 € 1 700 €
Segelyacht (4 Kabinen) 3 500 € 2 900 € 2 100 €
Segelyacht (5 Kabinen) 4 250 € 3 500 € 2 800 €
Katamaran (40 Fuß) 6 300 € 5 700 € 3 300 €
Katamaran (45 Fuß) 7 500 € 7 500 € 5 500 €
Katamaran (50 Fuß) 13 500 € 10 500 € 8 000 €
Katamaran mit Crew (60 Fuß) 21 000 € 18 000 € 14 000 €
Luxusyacht mit Crew (100 Fuß) 50 000 € 45 000 € 40 000 €

 

Unsere Partner vor Ort

 

In Athen sind viele Charterunternehmen vertreten, in Sachen Qualität und angebotenen Dienstleistungen ist das Angebot dementsprechend vielfältig bestückt. Beachten Sie auch, dass Skipper und Dienstleistungen vor Ort in bar zu bezahlen sind.

 

  • Kiriacoulis verfügt mit 250 Booten über die größte Charterflotte in Athen. Dieser Vercharterer bietet die Möglichkeit, Ihre Yachtcharter ab Sonntag oder unter der Woche zu beginnen und die Dauer flexibel zu gestalten, z. B. für 10 Tage. Zwei Drittel der Flotte bestehen aus Segelyachten, zu großer Mehrheit Bavarias und Sun Odysseys. Kiriacoulis ist eine gute Wahl für budgetfreundliche Yachtcharter.
  • Istion Yachting ist seit nunmehr 30 Jahren unser Charterpartner. Diese Reederei verfügt über eine Flotte von 210 Yachten, die überwiegend aus 10-15 m langen Katamaranen und Motoryachten besteht. Die Skipper und Hostessen von Istion Yachting sind als erfahrene Fachkräfte für ihre erstklassige Begleitung bekannt. Istion Yachting bietet in Athen Yachten der höheren Preisklasse und wird von unseren Kunden mit den besten Bewertungen belohnt. Auch für die Luxussegelyacht Charter können Sie Istion Yachting vertrauen.
  • Dream Yacht Charter verfügt über eine Flotte von 135 Yachten (hauptsächlich Sun Odysseys) in Athen und wird von unseren Kunden ebenfalls sehr gut bewertet. Als langjähriger Partner von Filovent betreibt Dream Yacht Charter die größte Schiffsflotte der Welt. Bei Yachtcharter, die in Athen beginnen und enden, ist die erste und die letzte Nacht im Yachthafen kostenlos.
  • AF Yachting verfügt über eine Flotte von 152 Yachten, überwiegend Fahrtenyachten verschiedener Hersteller und Katamarane (Lagoon) von 12 bis 15 Metern Länge.

 

Der Hafen von Kalamaki

 

Der Haupthafen von Athen befindet sich in der Marina Alimos in Kalamaki, dem größten Yachthafen Griechenlands. Bitte beachten Sie, dass Treibstoff und Strom nicht in Ihrem Charterpreis enthalten sind. Der Hafen verfügt über einen lokalen Supermarkt, Balaskas, in der Afroditis St. Paleo Faliro 39 und ist montags bis sonntags von 8.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Im Hafen selber stehen Ihnen folgende Einrichtungen und Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung: Strom, Wasser, Toiletten, Duschen und Geldautomaten.

 

Der Hafen von Kalamaki
Der Hafen von Kalamaki (Foto: Adobe Stock)

 

Griechenlands Häfen

 

In Griechenland sind die Hafengebühren oft frei oder extrem preiswert. Das liegt daran, dass Segelyachten meistens genauso berechnet werden wie das einheimische Fischerboot. Sie zählen zwar nicht zu den best ausgestattesten, dafür herrscht in den kommunal organisierten Häfen oft eine gemütliche Atmosphäre und Wasser finden Sie hier in den meisten Fällen auch und können Ihre Batterien wieder aufladen. Wenn die Häfen gebührenpflichtig sind, liegt der Preis um die 5 bis 10 Euro und Sie werden nur selten Häfen finden, die mehr als 50 Euro pro Nacht verlangen (100 Euro für einen Katamaran). Sie sollten auch wissen, dass man in Griechenlands Häfen eine Besonderheit pflegt, und zwar die des Festmachens. In den Häfen wird nämlich römisch-katholisch festgemacht, das heißt, dass Sie den eigenen Anker ins Hafenbecken schmeißen und dann rückwärts an die Hafenpier fahren, um dort mit zwei Heckleinen festzumachen. Jean-Pascal weiß Rat: „Schmeißen Sie den Anker einfach viel weiter weg, so gelingt das Manöver am besten.“

 

Anreise zur Ausgangsbasis

 

Die Marina Alimos Kalamaki ist leicht zu erreichen:

Mit dem Flugzeug

Athens internationaler Flughafen „Eleftherios Venizelos“ ist mit etwa 30 Kilometern 40 Minuten Fahrtweg vom Hafen entfernt. Von den meisten großen deutschen Städten gibt es Direktflüge nach Athen.
Sollten Sie einen organisierten Transfer vom Athener Flughafen wünschen, kann Filovent den Vercharterer fragen, ob ein Transfer zur Basis möglich ist, wobei nicht alle Charterunternehmen diesen Service anbieten. Sie können auch ein Auto mieten, die wichtigsten Autovermieter sind am Flughafen vertreten, oder Sie nehmen eines der zahlreichen Taxis.

Vom Flughafen aus, mit dem Bus zur Marina

Der öffentliche Expressbus X96 fährt alle 20-30 Minuten vom Flughafen ab, kostet etwa 6 Euro pro Person, und bringt Sie vom Terminal direkt bis zum Marinaeingang.

 

2. Athen entdecken und erleben

 

Athen

 

Ab Athen eine Segelyacht chartern eignet sich ideal als Start- und Endpunkt zu einer perfekten Segelreise, verspricht aber auch viele schöne Stunden in einer romantischen und tief mit der Geschichte verbundenen Stadt. Athen ist an drei Seiten von Gebirgszügen umgeben und öffnet sich an der vierten zum Mittelmeer, wie ein Amphitheater, ein Museum unter freiem Himmel, in dem man an allen Ecken und Enden den Spuren antiker Zivilisation und Tempelanlagen ihrer Götter begegnet. Die Metropole liest sich wie ein offenes Geschichtsbuch: Tempel des Zeus, Athenes Parthenon, Dionysostheater, Odeon des Herodes Atticus und AkropolisAkropolis, auch Burgberg, wie sie auf Deutsch genannt wird, thront über der Stadt – die Aussicht ist atemberaubend. Aber Athen hat auch ein aufregendes Nachtleben und tolle Restaurants, Tavernen und Märkte zu bieten. Bonvivants und Feinschmecker kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Für die Genießer unter Ihnen empfehlen wir einen Halt in der Athener Markthalle (Varvakios Agora), die die Stadt seit dem 19. Jahrhundert belebt. Zu guter Letzt hat Athen aber auch herrliche Strände zu bieten, wie den von Kalamaki und den von Kavouri.

 

Athen
Blick auf die Akropolis von Athen (Foto: Adobe Stock)

3. Revierinformationen für Griechenland, Land der Götter

 

Jean-Pascal S., Daniel F. und Benjamin R., allesamt Filovent-Kunden, sind von Athen ab auf Segelreise gegangen und haben uns von einigen sehens- und liebenswerten Inseln und persönlichen Highlights erzählt. Selbstverständlich ist die Liste nicht vollständig und ich kann Ihnen nur empfehlen, Athens Segelrevier, die Inseln des Argo-Saronischen Golfs und der Kykladen ganz nach Ihren eigenen Vorlieben und Wünschen zu erkunden. Am besten geht das natürlich vom Wasser aus, an Bord einer Mittelmeer Yachtcharter: „Egal, ob man mit der Navigation vertraut ist oder nicht, segeln in Griechenland macht süchtig, es ist einfach eine fabelhafte Art zu reisen! Das Gefühl der Grenzenlosigkeit auf dem Meer ist wunderschön, man kann machen, was man will, und wenn man aus eigener Kraft in den Hafen einläuft, ist das ein tolles Gefühl der Freiheit!“, bestätigt Benjamin. Aber Vorsicht: Die Segelrouten hängen stark vom Wetter ab, und das kann man leider nicht immer vorhersehen! Halten Sie sich auf jeden Fall immer über das Wetter auf dem Laufenden und ändern Sie eventuell Ihr Navigationsprogramm entsprechend flexibel.

 

Die Argo-Saronischen Inseln

 

Einen Katamaran in Griechenland chartern ist die ideale Lösung, um die Saronischen Inseln zu erkunden. Die Hauptinseln dieses Archipels heißen Salamis, Ägina, Angistri und Poros. Die Inseln Hydra, Dokos und Spetses, zwischen Saronischem und Argolischem Golf, werden manchmal zu den Saronischen Inseln gezählt und dann als Argo-Saronische Inseln benannt. Ihre Häfen, Ursprung und Garanten ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, gehören zu den schönsten Griechenlands, während die Küsten und das Landesinnere nahezu unberührt naturbelassen sind. Architektonisch ähneln sie sich, aber lassen Sie sich nicht täuschen, jede Insel hat ihre eigene Atmosphäre. „Im Saronischen Golf zu segeln ist ideal für Segler, die nicht zu viel segeln wollen und dabei die griechische Inselschönheit genießen möchten“, gesteht mir Jean-Pascal, der eine Bavaria Cruiser skipperte.

 

Die Insel Chinatsi
Die Insel Chinatsi (Foto: Adobe Stock)

 

Hydra, Hydra Stadt

 

In Hydras einziger Stadt mit dem gleichen Namen herrscht eine ausgesprochen stilvolle und gelassene Atmosphäre. Fein herausgeputzte Häuser umschließen hier das Hafenbecken wie ein Amphitheater und machen den Hafen zu einem der schönsten Griechenlands. Gepflegte Cafés und Restaurants säumen die breite Promenade und bunte Fischerboote schmücken immer noch einen Teil des Hafens. Die festliche Stimmung wird durch eine weitere Besonderheit untermalt, denn in Hydra sind Autos tabu und Esel, Maultier oder Fahrrad gehören genauso zum Ortsbild wie die weißen Häuser mit den blauen Fensterläden. Und weil das immer noch nicht genügt, fügt Jean-Pascal hinzu: „Die Tavernen in Hydra sind alle sehr gut, es kann eigentlich nichts schiefgehen, man kann sich voll und ganz auf seinen ersten Eindruck verlassen." Besonders gut gefallen hat ihm die lokale, vegetarierfreundliche Küche der Taverne „Xeri Elia Douskos“ (Ντούσκο), die ihre Gäste unter Bäumen und Lampions empfängt. Benjamin hingegen gefiel das Restaurant „Ostria“ in der kleinen Straße Votsi, in dem er frittierten Tintenfisch bestellte und der Wein aufs Haus ging. Benjamin seinerseits ging auf Wanderung: „Zu Beginn verläuft der Wanderweg größtenteils auf der Straße, da wir vom Hafen aus gestartet sind, mündet dann aber in Treppen, die inmitten duftender Heidelandschaft aufsteigen. Das war wirklich schön, ganz besonders aber dann das Kloster mit 360°-Panorama über die ganze Insel.“ Was die praktische Seite angeht, gibt Jean-Pascal Folgendes zu bedenken: „Der Hafen von Hydra ist zu eng und unpraktisch.“ Er empfiehlt, im alten Arsenal des Hafens aus dem 19. Jahrhundert, östlich von Hydra, Mandraki, zu ankern. Von dort aus können Sie in etwa 30 Minuten Fußweg die Stadt erreichen oder für 20 Euro ein Wassertaxi nehmen. Wenn Sie am Hafen von Hydra vorbeifahren, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Sie einem „Gallinacé“, einer typisch französischen Hühnervogelart, begegnen. Benjamin, mit Leib und Seele aus Brest und von Hydra besonders begeistert, nutzte die Gelegenheit, ein Huhn des brestoischen Malers Jean-Yves Le Fourn, auch „Papa Huhn“ genannt und für seine Street-Art-Hühner bekannt, hier aufzukleben, wobei er nicht der einzige Reisende ist, der die Hühner von „Papa Huhn“ durch die Welt trägt, denn schon in weiten Teilen der Welt findet sich hier und da ein Aufkleber in der typischen Huhnform, wie in London, Rio de Janeiro, Mexiko und selbst in Berlin!

 

Hydra
Segelyacht, nahe der Küste von Hydra (Foto: Adobe Stock)

 

Spetses

 

Spetses wurde von den Venezianern, die über sie herrschten auch „Isola di Spezzie“, also „Insel der Düfte“ genannt, und ist für ihre Blumen, vor allem dem Jasmin, der am Abend besonders schön duftet, bekannt. Auf seinem Törn ankerte Benjamin in einer kleinen Bucht mit Taverne am Strand: „Es war so schön wie auf einer Postkarte!“ Jean-Pascal hingegen fuhr in die tiefe Bucht des alten Hafens von Spetses: „Es war einfach toll, im Juni findet hier traditionell ein Treffen klassischer Segelyachten statt.“ Es ist das „Spetses Classic Yacht Race“, eine Regatta der Klassiker, die vier Tage lang der Geschichte und Schifffahrtstradition der Insel huldigt. Zu diesem Anlass können Sie unter anderem eine Savannah, eine modernisierte Nachbildung der J-Klasse aus den 1930er Jahren, sehen. Der Hafen lädt auch zum Flanieren ein und bezaubert mit seinen für Spetses typischen Kapitäns- und Herrenhäusern, den sogenannten „Archondika“, aber auch mit Palmen und einigen Zypressen. Spazieren Sie weiter zum Leuchtturm. Dort treffen Sie auf die Meerjungfrau aus Metall der Athener Künstlerin Natalia Mela, die mit ihrem Dreizack den alten Hafen bewacht. Jean-Pascal fügt hinzu: „In diesem Hafen sind die Liegeplätze etwas teuer und es gibt nicht viele von ihnen, etwa zwanzig, außerdem muss man ziemlich erfahren sein, um hier landestypisch festzumachen.“

Für mehr Ankermöglichkeiten in Spetses oder Griechenland, Navily: ➔ Die Ankerplätze in Spetses ⚓ .

 

Strand Agia Paraskevi
Bucht Agia Paraskevi, in Spetses (Foto: Adobe Stock)

 

Poros

 

Auf Poros ist das griechische Lebensmotto „siga-siga“ (immer schön langsam, immer mit der Ruhe) weiterhin allgegenwärtig, in den traditionellen Tavernen, Bars mit altmodischem Charme und den würfelförmigen weißen Häusern, die mit roten Ziegeln und blauen Fensterläden leuchten. Benjamin schwärmt: „Der Hafen ist wirklich sehr schön und lädt zum Flanieren ein. Auch die Stadt Poros ist sehr angenehm.“ Groß ist sie nicht, aber malerisch und unprätentiös. Lassen Sie sich einfach treiben und verzaubern. Nehmen Sie sich auch die Zeit, zum 1927 errichteten Uhrenturm mit der wehenden Landesflagge aufzusteigen, denn von hier ist das Panorama auf das azurblaue Meer und die tiefgrünen Bergrücken ganz besonders schön. Und reisen Sie nicht ab, ohne vorher die Spezialität der Insel probiert zu haben: Amygdalota, Marzipan mit Orangenblütengeschmack, das Sie in den Konditoreien am Hafen kaufen können – zum Dahinschmelzen! Zum Kräfte sammeln empfiehlt Jean-Pascal jedoch die auf Meeresfrüchte und Fisch (aber nicht nur) spezialisierte Taverne „Oasis“, die einhellige Zustimmung bei der Segelcrew fand! Der Hafen am Westkai von Poros ist zu empfehlen. Rechnen Sie mit 7 Euro für den Liegeplatz vor der Taverne „Oasis“, Wasser und Strom am Kai (5 Euro für 500 Liter). Was das Ankern angeht, rät Jean-Pascal, die Fährendurchfahrt zu meiden und „besser innerhalb der östlichen Bucht von Poros zu bleiben, da diese besser geschützt ist und es viele mögliche Ankerplätze gibt“.

 

Poros
Poros (Foto: Adobe Stock)

 

Die Kykladen

 

Bei einer 1-wöchigen Yachtcharter ab Athen wählen Sie am besten die nördlichen Kykladen und planen einen Törn von knapp 70 Meilen nach Syros ein. Wenn Sie hingegen zwei Wochen Zeit haben, können Sie bis zu den südlichen Kykladen segeln. Rechnen Sie dann mit 130 Seemeilen bis nach Santorin. Die rund 50 Kykladen-Inseln liegen in einem Kreis – einem Kyklos – um die einst heilige Insel Delos und jede hat ihren eigenen Zauber, es ist für jeden Geschmack etwas dabei! Sonnenanbeter, die sich nach einem entspannten Tag schon auf den Sundowner freuen, werden in Naxos, Milos oder auch Andros ihr Glück finden. Für die Sportlicheren unter Ihnen locken die zahlreichen Wanderwege von Sifnos, Andros und Antiparos mit Natur pur, Sie werden es nicht bereuen. Nachtschwärmer sind auf Santorin, Mykonos und Ios bestens aufgehoben. Und für den Familienurlaub, bei dem Entspannung und Sightseeing auf dem Programm stehen, empfehlen wir Ihnen die Inseln Paros und Tinos. Schließlich ist für Liebhaber antiker Steine Delos die beste Adresse.

 

 

Santorin
Die Kirche der Heiligen Irene in Oia, Santorin (Foto: Adobe Stock)

 

Naoussa, Paros

 

Auf der Insel Paros war unser Kunde Daniel Francey ganz besonders von Naoussa angetan, mehr noch als von der Inselhauptstadt Parikia. Naoussa ist der zweitgrößte Ort der Insel mit dem größten Fischerhafen der Kykladen, den viele als einen der schönsten Griechenlands bezeichnen. Hier schlendert man durch die typisch weiß getünchten Häuser mit den leuchtend blauen Fensterläden. Verlieren Sie sich im Labyrinth ihrer blumengeschmückten, gepflasterten Gassen, entlang kleiner Kirchen und Höfe voller Bougainvillea, der Wunderblume, und genießen Sie die typisch griechische Atmosphäre. Denn Naoussa hat sich ihren Charme bewahrt: An den Kais des kleinen Hafens liegen immer noch traditionelle Fischerboote und Tintenfische trocknen in der Sonne. Diese können Sie dann auch gleich ein paar Schritte weiter in einer der vielen, auf Meeresfrüchte spezialisierten Tavernen bestellen. Nachts haben die „Bars lange geöffnet und spielen gute Musik“, verrät mir Daniel.

 

Naoussa
Naoussa (Foto: Adobe Stock)

 

Ermopouli, Syros

 

Syros ist die edelste der Kykladeninseln und Ermoupoli, „Stadt des Hermes“, Gott der Kaufleute und der Boten, ihre elegant bürgerliche Verwaltungshauptstadt. Sie gleicht keiner anderen und erzählt eine ganz eigene Geschichte. Tatsächlich könnte man fast meinen, man sei in Italien, denn statt der kleinen, weißen Kubus-Häuser stehen hier pastellfarbene Villen und klassizistische Prachtbauten, elegante venezianische Herrenhäuser, große Kirchen und das großartige Rathaus an einem Platz aus reinstem Marmor. Wir haben hier einige der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgeführt:

  • das Kasino, einziges der Kykladen, an der Strandpromenade
  • das malerische Viertel Vaporia aus Ermoupolis Blütezeit
  • das Industriemuseum, das definitiv einen Besuch wert ist
  • das berühmte Apollon-Theater, Miniaturnachbildung der Mailänder Scala
  • das Rathaus auf dem zentralen Miaouli Platz
  • die Kirche von Agios Nikolaos, die über dem Hafen thront

 

Ermopouli
Ermopouli (Foto: Adobe Stock)

 

Amorgos, die kleinen Kykladen

 

Daniel, der schon über 60 Mal in Griechenland auf Törn ging, liebt die kleinen Kykladen mit ihren 20 charmanten Eilanden, denn hier reist man zurück in die Zeit. Er empfiehlt insbesondere Amorgos, die östlichste der Kykladen, die durch die Dreharbeiten von Luc Bessons Film Im Rausch der Tiefe Berühmtheit erlangte. Da sie nur mit dem Boot erreichbar ist – bereits die Ankunft über die smaragdgrün schimmernde Ägäis ist ein Erlebnis – ist sie wunderbar vom Touristenstrom verschont geblieben. Auf dieser Insel schmiegt sich auf 300 Meter Höhe das Wahrzeichen Amorgos, das berühmte byzantinische Kloster Chozoviotissa aus dem 11. Jahrhundert, wie ein Schwalbennest in die dramatische Felsnische und bietet einen phänomenalen Ausblick. Das Kloster hat acht, durch ein Labyrinth von Treppen verbundene Stockwerke, die Sie zu den in den Fels geschlagenen Zellen der Mönche führen – ein bemerkenswertes Beispiel traditioneller Architektur! Das Kloster bewahrt eine Ausstellung von Pergament-Handschriften des 11. bis 13. Jahrhunderts und verfügt über wertvolle Sakralwerke. Der Blick aus den Fenstern des Archontariki (Hospiz) ist einzigartig. Die Mönche bieten Verkostung von Rakomelo (Ouzo mit Honig) und Loukoums an. (Bitte beachten Sie die strenge Kleiderordnung mit langem Beinkleid: lange Hosen für Männer, lange Röcke für Frauen)

Außerdem ist Amorgos zweifellos eine der griechischen Inseln, die sich besonders gut für Trekking und Wanderungen eignet. Die Insel bietet tatsächlich sehr viele Wanderwege inmitten wildromantischer Natur mit zauberhaften Ausblicken auf das Meer, insbesondere die Palia Strata, ein alter Maultierpfad (Pfad1), von Cora nach Aegiali, entlang der Kammlinie der Insel, und Pfad 5 von Langada bis zur Stavros-Kapelle im Norden der Insel. Ein weiteres Highlight ist der Panoramablick auf die Chora vom Felsen des im 12. Jahrhundert erbauten venezianischen Kastros aus. Halten Sie auch bei Kalotaritissa. In dieser wunderschönen Bucht schaukelt eine kleine Flottille von Fischerbooten, die hier gut wind- und wellengeschützt liegen. Nicht weit entfernt, kurz vor Kalotaritissa, befindet sich das Schiffswrack Olympia, Schauplatz im „Rausch der Tiefe“, als Jacques, einer der beiden Taucher, hier einem amerikanischen Soldaten das Leben rettet. Gute Versorgungsmöglichkeiten finden Sie am Hafen von Katápola, an der Westküste. Die Stadt Katápola bietet alles, was Sie für einen angenehmen Aufenthalt brauchen: Tavernen, Bars, Geschäfte und sogar einen kleinen botanischen Garten.

 

Amorgos
Amorgos (Foto: Adobe Stock)

 

4. Routenplaner für Ihren Segeltörn

 

Route 1 – 1 Woche – Saronische Inseln – Empfehlung unseres Partners Dream Yacht Charter –140 Seemeilen

  • Tag 1: Kalamaki Marina → Hafen von Epidauros (30 Seemeilen)
  • Tag 2: Epidaurus → Hydra (33 Seemeilen)
  • Tag 3: Hydra → Spetses (15 Seemeilen)
  • Tag 4: Spetses → Poros (30 Seemeilen)
  • Tag 5: Poros → Ägina (15 Seemeilen)
  • Tag 6: Ägina → Marina von Alimos (17 Seemeilen)

 

5. Wetter und Windverhältnisse

 

Dimitri Chelmis, Basisleiter bei Dream Yacht Charter in Athen, warnt vor den Winden: „Beim Segeln in den Kykladen müssen Sie immer auf die Nordwinde achten, die von Juli bis August sehr stark wehen können, an den windigsten Tagen sogar bis zu 30 Knoten.“ Er empfiehlt daher, den Juni zu bevorzugen, damit „Sie von schönen Sonnentagen und optimalen Segelbedingungen profitieren können, da diese Windphänomene dann sehr selten sind“. Jean Pascal ist gleicher Meinung: „In Griechenland sind die Winde nicht konstant und wechseln stark zwischen den Inseln, der Skipper muss immer auf der Hut sein. Mein Rat ist, das Wetter immer im Auge zu behalten und auf die Windverhältnisse zu achten. Es besteht nicht unbedingt Gefahr, aber es ist möglich, von einer Flaute sehr plötzlich auf 20 Knoten zu kommen, nur weil man an einem Berg vorbeikommt oder in eine Meerenge gerät.“

 

Danksagung

Ich möchte mich bei unseren Filovent-Kunden Daniel, Jean-Pascal und Benjamin für ihre Erfahrungsberichte bedanken, die den Artikel so schön verbildlichen. Auch Dimitri Chelmis, dem Basisleiter bei Dream Yacht Charter in Athen, möchte ich meinen Dank aussprechen.

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