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Sardinien : Welcher Bootstyp passt zu mir?

Sardinien- TIPPS & INFOS FÜR IHRE REISE



   Von Anna SORESSI 

Von Anna Soressi, Marketingmanagerin für den italienischen Markt bei Filovent. „Als Content Creator bin ich leidenschaftlich gern auf Reisen und träume davon, die Welt auf einem Katamaran zu umrunden.“

 

7. Januar 2022

 

Lesezeit: 9 Minuten

 

 

KURZ GEFASST

 

Was Sie erwartet: Rauschendes Nachtleben an der Costa Smeralda, wildromantische Schönheit am La Maddalena Archipel und die erholsam gelassene Südküste Sardiniens

Unbedingt sehenswert: Carloforte auf der Insel San Pietro und die tabarkinische Kultur genuesisch-tunesischer Herkunft

Persönlichkeit: Nationalheld Garibaldi wählte die karge Insel Caprera, um hier die letzten 25 Jahre seines Lebens zu verbringen!

 

 

Sardiniens Segelreviere
Sardiniens Segelreviere (anklickbare Karte)

 

Übersicht

 

  1. Praktische Informationen für Ihren Yachtcharter in Sardinien
  2. Revierinformationen Sardinien
  3. Sardiniens beste Ankerplätze
  4. Routenplaner für Ihre Yachtcharter
  5. Wetter und Windverhältnisse

 

 

Sardiniens Süden
Segeltörn im Süden Sardiniens, an Bord einer Oceanis 38 (Foto von Jean Jacques)

 

1. Praktische Informationen für Ihren Yachtcharter in Sardinien

 

Die verschiedenen Charterstützpunkte

 

Die Routenplanung für einen Törn auf Sardinien stellt die Crew vor die Wahl des Charterreviers. Während die Ausgangshäfen des weltläufigen Nordens unter Seglern meist gut bekannt sind, zeigt sich der Süden von seiner ursprünglichen, fast noch unerschlossenen Seite. Sollten Sie sich für die Costa Smeralda und die Inselgruppe La Maddalena im Norden der Insel entscheiden, empfehlen wir Ihnen, Ihr Boot in den Basen von Portopozzo, Cannigione, Porto Cervo, Marina dell'Isola zu chartern oder ein Boot in Olbia zu mieten. Um die Inseln Tavolara und Molara zu erkunden, können Sie Ihr Boot in Portisco chartern. Alle genannten Stützpunkte sind ideal vom Flughafen Olbia aus zu erreichen!

Wenn Sie hingegen den Süden Sardiniens und die Sulcis Inselwelt wählen, empfehlen wir Ihnen, Ihr Boot ab Carloforte zu mieten oder ein Boot in Cagliari zu chartern, die beide gut vom Flughafen Cagliari aus zu erreichen sind.

 

Preisübersicht nach Saison und Bootstyp

 

In folgender Tabelle haben wir die Durchschnittspreise für eine Yachtcharter auf Sardinien aufgeführt. Die Preise variieren dabei je nach Saison, Verfügbarkeit, Modell, Baujahr, Länge...

 

Bootstyp Hochsaison
Juli und August
Zwischensaison
Mai, Juni und September
Nebensaison
April und Oktober
Monohull (35 Fuß / ≈ 2 Kabinen) 2 500 € 1 800 € 1 200 €
Monohull (40 Fuß / ≈ 3 Kabinen) 3 000 € 2 300 € 1 600 €
Monohull (45 Fuß / ≈ 4 Kabinen) 4 000 € 3 000 € 2 500 €
Katamaran (40 Fuß) 4 500 € 4 000 € 3 500 €
Katamaran (50 Fuß) 6 000 € 5 000 € 4 000 €

 

Unsere wichtigsten Partner vor Ort

 

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit zahlreichen Charterunternehmen auf Sardinien. Zu unseren wichtigsten Charterpartnern zählen:

  • Kiriacoulis, 1980 gegründet, und mit Hauptsitz in Athen. Das Unternehmen wird für seine wettbewerbsfähigen Preise geschätzt und bietet Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit an, Ihre Yachtcharter ab Sonntag zu beginnen und die Dauer flexibel zu gestalten, z. B. für 10 Tage. Auf Sardinien bietet das Unternehmen Katamarane (Bali, Lagoon, Helia) und Segelyachten (Bavaria, Sun Odyssey) von Portisco aus an;
  • Dream Yacht Charter wurde im Jahr 2000 auf den Seychellen gegründet und besitzt derzeit die größte und modellstärkste Flotte auf dem Markt. Auf Sardinien ist dieses Charterunternehmen in Olbia vertreten;
  • Carloforte Sail Charter ist in Carloforte auf der Insel San Pietro ansässig und auf die Charter von Segelyachten spezialisiert.

 

2. Revierinformationen Sardinien

 

Im Herzen des Mittelmeers umspült ein sagenhaft smaragdgrünes Meer die weißen Sandstrände Sardiniens, während das Landesinnere mit überraschend wilden Berglandschaften sein Relief faszinierend gen Himmel streckt. Fast zu schön, um wahr zu sein! Wilde, unberührte Schönheit, einizgartige Farben und der betörende Duft mediterraner Aromen ziehen Touristen aller Welt jedes Jahr immer wieder in ihren Bann. Dies alles können Sie selbst auf einem in Sardinien gemieteten Boot erleben.

Sardiniens Geschichte reicht weit zurück. Es ist ein Land mit antiken, jahrtausendealten Traditionen und Vorherrschaften, die sich wechselseitig ablösten und die Insel ausbeuteten. Archäologische Fundplätze der Nuraghen-Zivilisation mit ihren prähistorischen Turmbauten, Gigantengräber der größten pränuraghischen Kultanlagen, heilige Brunnen oder Feenhäuser, vom Hinterland bis zu den Dörfern am Meer, über die ganze Insel verteilt – sie alle zeugen von Sardiniens geschichtsreicher Vergangenheit. Ganz zu schweigen von den Römern, Byzantiner, Spaniern oder Österreicher, die Liste ist lang.

Aber ein Yachtcharter ab Sardinien, das ist eben auch Bella Italia und verspricht Segelerlebnis pur für jede Crew und jeden Geschmack. Vom rauschenden Nachtleben der Costa Smeralda bis hin zur friedlichen Schönheit des La Maddalena Archipels – die Nordküste ist die Top-Destination des westlichen Mittelmeers! Urlauber, die lieber einen ruhigeren Törn fahren, wählen alternativ Sardiniens bezaubernde Südküste.

 

Costa Smeralda

 

Was für ein klangvoller Name! Die Costa Smeralda ist mit ihrem smaragdgrünen Meer ein begehrtes Urlaubsziel und, wie schon erwähnt, für ihr Nachtleben bekannt. Aber Buchten über Buchten zum Bleiben schön – dieses Segelrevier hat noch viel mehr zu bieten mit seinen wildromantischen Landschaften, wunderschönen Stränden mit Karibikfeeling und lichtdurchflutetem Wasser, glasklar bis auf den Grund und mit feinstem weißesten Sand!

Starten Sie Ihren Törn auf Ihrem gemieteten Boot an der schönen Cala di Volpe, der „Bucht der Füchse“, zwischen Portisco und Porto Cervo. Diese weitläufige, natürliche Bucht lockt mit vielen paradiesischen Strandnischen, wie Liscia Ruja, Petra Bianca und Petra Niedda. Innerhalb der Bucht liegen auch die kleinen Inseln Mortorio, Soffi und Le Camere, die eine Art Archipel von Inseln und Granitfelsformationen bilden und besonders an der Westbucht von Isla Mortiorio einen Ankerplatz der Superlative bietet.

 

Blick auf die Costa Smeralda
Blick auf die Costa Smeralda (Foto: Adobe Stock)

 

Nördlich von Cala di Volpe befindet sich der Golfo Pevero, einer der beliebtesten Strände der mondänen Costa Smeralda! Diese breite, windgeschützte Bucht hat einen Meeresboden von 5 bis 6 Meter Tiefe und ist mit einer sanften Mischung aus Sand und Seegras besonders ankerfreundlich. Weißer Wattesand und Granitfelsen umarmen hier ein azurblaues Meer – paradiesisch! Sie zieht jedes Jahr viele Touristen an, vor allem begeisterte Golfspieler, da die Golfplätze direkt hinter dem Strand liegen und mit herrlichem Panoramablick punkten. Wenn Sie etwas weiter nördlich segeln, treffen Sie auf Piccolo Pevero, kleiner, aber genauso malerisch und, wenn Sie Glück haben, weniger überlaufen! In der Nähe können Sie auch die kleinen Inseln von Li Nibani erkunden. Zu den Highlights des elitären Rufs der Costa Smeralda gehört auch das 1960 vom Milliardär Aga Khan erbaute Porto Cervo, Epizentrum der Schönen und Reichen, und seine heiß begehrten Strände Romazzino, del Principe und Li Ittricceddi.

 

La Maddalena

 

Im Nordosten der sardischen Küste, nicht weit vom mondänen Flair der Costa Smeralda entfernt, liegt der La Maddalena Archipel. Diese Gruppe von 63 Inseln und Eilanden umfasst La Maddalena, Caprera, Budelli, Spargi und Razzolli, um nur fünf von ihnen zu nennen. Sie können sie alle innerhalb eines Tages mit Ihrem in Sardinien gemieteten Boot absegeln, da sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Seit 1996 ist der Archipel außerdem zum Nationalpark, einem geschützten Meeres- und Landgebiet, erklärt. Bitte denken Sie daran, sich vorher eine kostenpflichtige Genehmigung zu besorgen, um das Nationalparkgebiet befahren zu können. Das geht vor Ort, aber auch online.

Die Insel La Maddalena ist die einzige bewohnte Insel des Archipels. Wir empfehlen Ihnen, im Yachthafen von Cala Gavetta oder Cala Mangiavolpe anzulegen, um das Stadtzentrum zu besichtigen. Hier schlendert man in den von eleganten Gebäuden des 18. Jahrhunderts gesäumten Gassen und taucht in die Geschichte der Stadt ein, sobald man die bezaubernde Piazza Garibaldi mit ihren typischen Restaurants betritt! Wenn Sie gerne auf Entdeckungstour gehen, ist der Wachturm von Guardia Vecchia ein ideales Ziel. Er wurde 1283 errichtet und bietet einen umwerfenden Blick auf das Bilderbuchpanorama des La Maddalena Archipels.

 

La Maddalena
Zentrum der Insel La Maddalena (Foto von Giuseppe Colleoni)

 

Die wilde, unberührte Insel Caprera dagegen ist ein wahres Paradies für Geschichtsinteressierte, aber auch für Sportler. Wie schon erwähnt war die Insel Altersruhesitz des Nationalhelden Garibaldi, dessen Domizil als Museum zu besichtigen ist. Caprera ist heutzutage durch einen Damm mit La Maddalena verbunden und lädt als dichte, grüne Naturoase mit einsamen Stränden und windgebeugten Kiefern zum Abschalten ein. Eine Insel für alle, die sich intensiv mit der Natur verbinden möchten. Denn hier finden Sie ein wahres Labyrinth an Pfaden und Wegen, unter denen jeder Wanderer und jede Wanderin ihr Glück finden können. Besonders empfehlenswert ist der Wanderweg zwischen den Forts Arbuticci und Candeo, auf dem man die mit Abstand malerischsten Buchten der Region entdecken kann: Cala Candeo, Cala Napoletana, Cala Caprese, Cala Crucitta, Cala Coticcio und Cala Portese.

Im Nordwesten des Maddalena Archipels (Budelli, Santa Maria und Razzoli) sollten Sie unbedingt einen Blick auf den Spiaggia Rosa werfen. Tatsächlich leuchtet dieser Strand durch die Schalen seiner winzigen Meeresbewohner ganz pink und trägt seinen Namen wirklich gut, darf aber aufgrund des sehr empfindlichen Ökosystems nur vom Meer aus bewundert werden. An Land gehen können Sie dann aber in Cala Piatto, Cala Cisternone und Cala del Cavaliere. Cala di Trana ist auch bei Windstille ein ausgezeichneter Ankerplatz. Er bietet nicht nur eine bezaubernde Naturlandschaft, sondern verfügt auch über einen besonders ankerfreundlichen Sandboden für Ihr in Sardinien gemietetes Boot.

 

La Maddalena
Blick auf den Archipel von La Maddalena, mit den Inseln Razzoli, Budelli und Santa Maria (Foto: Adobe Stock)

 

Von Razzoli aus können Sie auch zu den Lavezzi-Inseln, einem Archipel aus Granitinseln und Granitfelsen, fahren. Diese kleinen, mit Macchia beflaumten Inseln, von denen die meisten unbewohnt und kaum mehr als steinerne Brösel im Meer sind, gehören zu der berühmten Meerenge zwischen Korsika und Sardinien, der Straße von Bonifacio. Von den wichtigsten Inseln dieses Archipels wie Poraggia, Ratino, Sperduto, dürfen nur Piana, Cavallo und Lavezzi von Urlaubern betreten werden. Sie bilden zusammen mit dem Nationalpark des Maddalena Archipels das Naturschutzgebiet der Straße von Bonifacio.

 

Lavezzi-Inseln
Die Lavezzi-Inseln (Foto von Giuseppe Colleone)

 

Tavolara und Molara

 

Wer im Norden Sardiniens unterwegs ist, sollte sich ebenfalls etwas südlich von La Maddalena das Meeresschutzgebiet Tavolara-Punta Coda Cavallo und seine Inseln Tavolara und Molara nicht entgehen lassen. Weniger bekannt und daher touristisch kaum überlaufen, erlaubt diese Gegend den ursprünglichen Charme Sardiniens in aller Seelenruhe zu erleben und an Bord Ihres in Sardinien gemieteten Bootes zu genießen. Die sonst naturbelassene und unbewohnte Insel Tavolara empfängt Sie an der Marina Spalmatore di Terra. Trekking- und Schnorchelfans kommen hier auf ihre Kosten! Und lassen Sie sich nicht die Panoramastraße entgehen. Sie führt quer über die Insel und bietet einen spektakulären Blick auf das Naturschutzgebiet, Olbia und den Golfo Aranci. „Tavolara bietet einen der besten Ankerplätze auf Sardinien“, verrät mir Angelo Usai von Boomerang Charter, „mit seinen sandigen Böden ist er außerdem gut vor den Winden aus Nordwest geschützt“.

 

Insel Tavolara
Die Insel Tavolara (Foto: Adobe Stock)

 

Die unbewohnte Insel Molara ist ebenfalls eine mit mediterraner, wunderbar duftender Macchia gesäumte Granitinsel. Die Ankerplätze sind nicht so gut geschützt wie die ihrer Schwesterinsel, aber die Piscine di Molara, die sogenannten „Schwimmbäder“ im Südosten der Insel, sind auf jeden Fall einen Besuch wert! Hier erwartet Sie eine wirklich spektakuläre Landschaft mit strahlend türkisblauem Wasser, warmem Sand von herrlichem Weiß und eine vollkommen unberührte Natur. Einer der anmutendsten Ankerplätze ist bestimmt Cala Chiesa. Nur wenige Kilometer davon entfernt empfehlen wir Ihnen, einen Blick auf den Hexenfelsen zu werfen, eine natürliche, im Laufe der Jahrhunderte von Wind und Meer geformte Felsskulptur. Kinder lieben ihn ganz besonders! Anschließend ist Zeit für eine erfrischende Schnorchelsession!

 

Cagliari

 

Im Süden Sardiniens liegt die Hauptstadt Cagliari direkt am Meer. Die Stadt ist ein Muss eines jeden Sardinientörns. Sie überblickt den wunderschönen Golfo degli Angeli, den „Golf der Engel“, und ist auf sieben Kalksteinhügeln erbaut. Colle Castello steht für das historische Viertel, während Colle Marina die belebte Strandpromenade benennt. Wer im Labyrinth der Altstadt von Cagliari flaniert, kann sich am alten römischen Amphitheater erfreuen und den Königspalast, die Basilika von San Saturno sowie die Bastion von Saint Remy, eines der Wahrzeichen der Stadt, besichtigen. Nachdem man in das authentischen Stadtleben von Cagliari eingetaucht ist und sich die ausgezeichnete Küche, die Cassòla, traditionelle Fregula cun Cocciula und die Candelaus-Bonbons hat schmecken lassen, können wieder die Segel gesetzt werden, denn auch hier verspricht wunderschönes smaragdfarbenes Wasser viele schöne Stunden auf dem Meer auf Ihrem Yachtcharter in Sardinien.

 

Cagliari
Cagliari vom Wasser aus gesehen (Foto von Adobe Stock)

 

In nächster Umgebung liegt nämlich der puderzuckerweiße Stadtstrand Calamosca, der als einer der schönsten Strände Sardiniens Süden gilt. Dieser Strand ist nach dem Turm von Calamosca benannt, einer während der spanischen Vorherrschaft errichteten Küstenfestung zur Verteidigung des Golfs von Cagliari. Weiter, Richtung Küste, trifft man auf Quartu Sant'Elena, den „Teufelssattel“ Sella del Diavolo, und schließlich auf Poetto, dem Hauptstrand der Stadt, dem zweitlängsten Strand der Welt – nach Rio de Janeiro!

Wenn Sie Ihre Reise auf Ihrem in Sardinien gemieteten Boot in Richtung Osten fortsetzen, treffen Sie auf Villasimius, einer der schönsten und berühmtesten Küstenorte Sardiniens mit 20 Kilometer langer Küstenlinie und über 30 Stränden, einer bezaubernder als der andere. Wir empfehlen Ihnen, am wunderschönen Strand von Porto Giunco, wo die Flamingos zu Hause sind, Halt zu machen. Aber nicht nur die Flamingos sind hier rosa, sondern auch der weiße Strand schimmert ab und zu durch den vom Meer abgetragenen Granit wunderschön rosafarben. Es folgen die Strände Campus von Villasimius, die nach Cagliari schauen, und der Traumstrand Campulongu, einer mediterran immergrün gesäumten Meeresbucht von türkisblauem Wasser, glasklar bis auf den Grund. Der Strand fällt flach ab und eignet sich deshalb auch gut für Familien. So auch die sandigen Ufer von Simius Beach und Timi Ama Beach, deren seichtes Wasser sicheren und ruhigen Badespaß für Kinder garantiert. Geschichts- und Kulturinteressierte können die Strände Punta Molentis und Cuccureddus besuchen, die zu einem hochinteressanten archäologischen Fundplatz phönizischer und römischer Zeit führen.

 

Der Strand Punta Molentis
Blick auf Punta Molentis (Foto: Adobe Stock)

 

Entlang der Küste, westlich von Cagliari, erwarten Sie die stummen Zeugen zahlreicher Zivilisationen, die sich über die Zeiten auf der Insel abgewechselt haben, wie die spanischen Verteidigungstürme oder die Gigantengräber. Die Region Pula steht für weiße Sandstrände und Felsbuchten. In der berühmten Bucht von Nora kann man sogar neben römischen Ruinen tauchen. Und wer sich für antike Geschichte interessiert, kann hier auf den Pfaden der Geschichte wandern und Befunde aus phönizischen und römischen Zeiten bewundern (seit einigen Jahre allerdings nur noch mit ortskundigem Begleiter). Für Panoramaliebhaber bietet dieser Standort einen atemberaubenden Blick mit spanischen Coltellazzo Turm im Hintergrund, der das Gebiet vor Winden schützen soll. Auch der, durch eine Landenge vom Festland getrennte alte Hafen bietet guten Schutz und ist der beste Ort, um nachts vor Anker zu gehen!

Wenn Sie mit Ihrem in Sardinien gemieteten Boot etwa 15 Seemeilen ab Pula fahren, nach Capo Spartivento, dem südlichsten Punkt Sardiniens, erreichen Sie die Bucht von Chia, von atemberaubender Schönheit und feinsandigen Traumstränden, wie der Spiaggia Giudeu zum Beispiel. Goldfarbiger Sand mit karibisch anmutendem Wasser und wacholderüberwachsenen duftenden Dünen laden hier mit kinderfreundlichen Gewässern zum Baden ein. Zum Ankern empfehlen wir Ihnen die vor den verschiedenen Winden gut geschützte Isola Su Cadrolinu.

 

Panoramablick von Chia
Panoramablick auf die Bucht von Chia (Foto: Adobe Stock)

 

Sulcis-Archipel

 

Der Sulcis-Archipel ist nur einen kurzen Schlag von Sardiniens Südwestküste entfernt. Er besteht aus den zwei Hauptinseln Sant'Antioco und San Pietro und einer Reihe kleinerer Inseln und Eilanden, von denen allein Piana bewohnt ist. Stefania Gorgerino von Carloforte Sail Charter informiert uns, dass „das gesamte Revier hier noch sehr wild und naturbelassen ist und sich besonders gut für Segelcrews auf der Suche nach Erholsamkeit und Seelenruhe eignet. Im Vergleich zum Norden Sardiniens zeichnet sich dieses Gebiet nämlich dadurch aus, dass es noch weitestgehend vom Massentourismus verschont ist“. Ein wahrer Hideaway für Genießer und Segelcrews mit familiären Flair.

Der Hauptort auf der kleinen Insel San Pietro heißt Carloforte und ist ein liebenswertes Fischerdorf, das ursprünglich als genuesische Kolonie im 16. Jahrhundert gegründet wurde. Der Geschichte nach soll eine Gruppe ligurischer Fischer aufgebrochen sein, um Tabarka, eine kleine, für ihre Korallenernte berühmte Insel vor der tunesischen Küste zu besiedeln. Sie sollen jedoch bald das Korallenvolumen ausgeschöpft haben und zudem von den Einheimischen zur Flucht gezwungen worden sein und sich dann – auf Geheiß König Carlo Emmanuele III von Savoyen – auf der Insel San Pietro niedergelassen haben, wo sie mit dem Fang von Thunfisch, Korallen und der Salzgewinnung begannen und die Insel in Dankbarkeit Carloforte nannten. Diese faszinierende Kombination an Kulturen spiegelt sich nicht nur in der Architektur des kleinen Dorfes wider, sondern auch in seiner einzigartigen kulinarischen Tradition. Neben Couscous Tabarkino ist Carloforte natürlich auch für seinen Thunfisch berühmt! Hier wird noch aktiv Thunfisch gefangen und Carloforte besitzt eine der letzten traditionellen „Tonnara“ Italiens, einer jener speziellen Einrichtungen, die für den Thunfisch-Fang benutzt wird. Lassen Sie es sich nicht entgehen, diese Köstlichkeiten zu probieren!

 

Carloforte
Carloforte (Foto: Adobe Stock)

 

Die Insel San Pietro ist vulkanischen Ursprungs und zeichnet sich durch ihre unregelmäßige Küstenlinie aus, die in eine Vielzahl von wunderschönen Stränden und Felsbuchten mündet. Wir empfehlen Ihnen, sie mit Ihrem Yachtcharter ab Sardinien zu umrunden und dabei ab und zu in einer ihrer malerischen Buchten zu ankern. Der vom Sirocco geschützte Caletta Strand ist perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen, da man von hier aus einen atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang hat. Im vom Mistral geschützten Golf von Mezzaluna mit spektakulären Klippen können Sie schwimmend die faszinierende Grotte delle Mezzaluna erreichen, um sich an diesem perfekten Schnorchelspot im Freitauchen zu üben. Stefania von Carloforte Sail Charter versichert uns: „Es sind riesige Felsbuchten, die sich ideal zum Ankern eignen, da der Meeresboden hier sandig ist und keine Gefahr besteht, dass der Anker hängenbleibt.“

Auf der Insel Sant'Antioco verführen die idyllischen Buchten Sottotorre oder Spiaggia Grande mit tropischem Flair, die ein jedes Seglerherz höher schlagen lassen. Und an der Küste liegt Porto Sciusciau, das für seine bogenförmigen Felsen bekannt ist, durch die man schwimmen und schnorcheln kann. Weiter auf Ihrer Route stoßen Sie dann auf Capo Sperone, an der Spitze der Insel, wo man am Strand von Turri, auch Torre Cannai genannt, gut vor Anker gehen kann. Das einzige bewohnte Zentrum auf der Insel Calasetta ist die Marina, die sich praktisch direkt an der Hafeneinfahrt befindet und für alle Bootstypen zugänglich ist.

 

3. Sardiniens beste Ankerplätze

 

Cala Volpe, Costa Smeralda

Windgeschützt und mit flachem Sandboden ist Cala di Volpe ein ausgezeichneter Ankerplatz für ihr in Sardinien gemietetes Boot. Einer der berühmtesten Strände der Costa Smeralda und in der Hochsaison demzufolge auch ziemlich voll, bietet er aber auch den Umständen entsprechend viele Bojen.

 

Cala Volpe
Cala di Volpe (Foto: Adobe Stock)

 

Cala Corsara, Insel Spargi

Im Archipel von La Maddalena sollten Sie Cala Corsara, auf der Insel Spargi, nicht verpassen. Diese Bucht ist ideal für einen nächtlichen Halt und bietet die Möglichkeit, die spektakulären Felsen der Testa della Strega, einen riesigen Granitfelsen von etwa 6 Metern Höhe, zu bewundern. Eine ausgezeichnete Alternative zu diesem viel besuchten Strand ist der Cala d'Alga. Dafür ist er dem Mistral stärker ausgesetzt und daher eher für kleine Boote geeignet.

 

Cala Corsara
Cala Corsara, Insel Spargi (Foto: Adobe Stock)

 

Cala Coticcio, Caprera

 

Zu den Traumstränden von Caprera gehört der wunderschöne Cala Coticcio, den man kurzerhand und ohne Überheblichkeit in „Tahiti“ umbenannt hat! „Schuld daran“ ist sein blütenweißer Sand und das unglaublich glasklare Wasser. Early Birds haben hier definitiv Heimvorteil, bevor es doch sehr voll werden kann.

 

Cala Coticcio
Cala Coticcio, auf der Insel Caprera (Foto: Adobe Stock)

 

Cala di Zeri, Cavallo

 

Auf den Lavezzi-Inseln ist Cala Zeri ein wildromantischer Strand der kleinen Insel Cavallo, aber auch einer der berühmtesten und somit meistbesuchten. Allerfeinster, rosaschimmernder Granitsand macht ihn so einzigartig. Aber auch die Unterwasserwelt gehört zu den schönsten der Insel und verzaubert mit überraschend reicher Fauna, wenn man bedenkt, wie exponiert sie ist – ein absoluter Hotspot für Tauchfans!

 

Cala di Zeri auf der Insel Cavallo
Sonnenuntergang vom Boot aus, auf der Insel Cavallo (Foto von Giuseppe Colleoni)

 

Cala Domestica, Insel San Pietro

 

Cala Domestica ist ein natürlicher, von hohen Kalksteinformationen umgebener Fjord. Wir empfehlen Ihnen, die Nacht mit Ihrem Yachtcharter aus Sardinien an diesem Ankerplatz zu verbringen, da die Bucht völlig vor dem, in dieser Region vorherrschenden Wind, dem Mistral, geschützt ist.

 

Die hohen Klippen von Cala Domestica
Klippen und türkisblaues Wasser von Cala Domestica (Foto: Adobe Stock)

 

4. Routenplaner für Ihre Yachtcharter

 

1-wöchige Route – 117 Seemeilen

 

  • Tag 1: Portisco → Tavolara (14 Seemeilen)
  • Tag 2: Tavolara → Cala Brandinchi - Porto Ottiolu (9 Seemeilen)
  • Tag 3: Porto Ottiolu → Cala di Volpe - Caprera (37 Seemeilen)
  • Tag 4: Caprera → Isola de La Maddalena (6 Seemeilen)
  • Tag 5: Isola de La Maddalena → Passo Cecca di Morto - Santa Teresa di Gallura (15 Seemeilen)
  • Tag 6: Santa Teresa di Gallura → Lavezzi - Passo Cecca di Morto (12 Seemeilen)
  • Tag 7: Passo Cecca di Morto → Portisco (24 Seemeilen)

 

2-wöchige Route – 344 Seemeilen

 

Diese Route wurde von Giuseppe Colleoni an Bord einer von Filovent gecharterten Bali 4.3 gesegelt.

 

  • Tag 1: Streifzug durch Olbia
  • Tag 2: Olbia → Molara - Cala Liberotto (40 Seemeilen)
  • Tag 3: Cala Liberotto → Cala Frailis, Arbatax (38 Seemeilen)
  • Tag 4: Arbatax → Olbia (79 Seemeilen)
  • Tag 5: Besichtigung von Orgosolo, in der Region Barbagia di Nuoro
  • Tag 6: Olbia → Cala di Volpe - Caprera (32 Seemeilen)
  • Tag 7: Caprera → Lavezzi - Santa Maria (24 Seemeilen)
  • Tag 8: Santa Maria → Cala Rondinara (16 Seemeilen)
  • Tag 9: Cala Rondinara → Porto Vecchio (16 Seemeilen)
  • Tag 10: Porto Vecchio → Isola di Cavallo (20 Seemeilen)
  • Tag 11: Isola di Cavallo → Bonifacio - Barcaccia - Maddalena (30 Seemeilen)
  • Tag 12: Maddalena → Pevero - Porto Rotondo (23 Seemeilen)
  • Tag 13: Porto Rotondo → Porto Istana – Olbia (26 Seemeilen)

Eine weitere Reiseroute durch den Norden Sardiniens finden Sie im Reisebericht von Francois in unserem Filovent Magazin.

 

5. Wetter und Windverhältnisse

Das Klima auf Sardinien ist typisch mediterran, mit wenig Regen, also nur ein weiterer Aspekt der dafür spricht ein Boot in Sardinien zu mieten. Die Temperaturen liegen im Sommer um 20-30° C, wobei die Temperaturen im Süden der Insel auch gerne etwas höher klettern können. Das Wasser lockt im Sommer mit durchschnittlich 20° C und bleibt auch im September und Oktober angenehm, während der Monat April auf Sardinien eher dazu neigt, ein kalter Monat zu sein.

Was die Winde betrifft, so ist der Norden der Insel besonders windig, insbesondere am La Maddalena Archipel, der den Mittelmeerwinden Libeccio und Maestrale ausgesetzt ist. Im Süden der Insel ist der Mistral der vorherrschende Wind. Es gibt auch den Schirokko, der aber normalerweise nicht länger als einen Tag weht und sich in der Nacht beruhigt. Während es im Sulcis-Archipel leicht ist, vor Nord- und Südwinden geschützt anzulegen, ist das Gebiet oberhalb von Carloforte an der Westküste der Insel weniger geschützt und kann sich besonders herausfordernd erweisen, wenn der Mistral weht.

 

Und wenn es doch nicht Sardinien sein soll?

Wo Sie in Italien ein Boot mieten können...

Neben Sardinien hat Italien noch weitere schöne Segelgebiete im Angebot zum Beispiel: 

 

Danksagung

Ich möchte Giuseppe Colleoni und Jean Jacques (der lieber anonym bleibt) für ihre Aussagen und Fotos danken, die diesen Artikel so schön verbildlichen. Auch Stefania Gorgerino von Carloforte Sail Charter und Angelo Usai von Boomerang Charter möchte ich für ihre wertvollen Informationen danken.

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